Monsanto bereitet Bayer weiter Probleme. | Bildquelle: AFP

Ärger um Monsanto-Liste Bayer bittet um Entschuldigung

Stand: 12.05.2019 19:12 Uhr

Bayer bittet um Entschuldigung für umstrittenes Verhalten der Konzerntochter Monsanto. Die französische Justiz ermittelt, weil diese zwecks Einflussnahme eine Liste von Kritikern geführt haben soll.

Der Bayer-Konzern hat sich in Frankreich für umstrittenes Verhalten seines Tochterkonzerns Monsanto entschuldigt. Dabei geht es um den Verdacht, eine illegal geführte Liste von Kritikern geführt zu haben.

Dazu gab Bayer nun eine Stellungnahme ab, in der das Unternehmen um Entschuldigung bittet: "Dies ist nicht die Art, wie Bayer den Dialog mit unterschiedlichen Interessengruppen und der Gesellschaft suchen würde." Man werde nun eine externe Kanzlei mit einer Untersuchung beauftragen.

Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Paris

Die französische Staatsanwaltschaft hatte eine vorläufige Untersuchung gegen Monsanto eröffnet. Den Amerikanern wird laut Medienberichten vorgeworfen, eine Liste mit rund 200 Kritikern in Frankreich angelegt zu haben, um diese später zu beeinflussen. Dazu zählten Journalisten und Abgeordnete.

Man wisse noch nicht, auf welche Dokumente sich die Vorwürfe bezögen, erklärte ein Bayer-Sprecher. Daher könne man sich momentan zu dem Vorgang nicht äußern. Man nehme die Vorwürfe aber sehr ernst.

Bayer steht wegen der milliardenschweren Übernahme von Monsanto ohnehin unter Druck. Die Aktionäre hatten der Führung vor kurzem einen historischen Denkzettel verpasst. Auf der Hauptversammlung wurde der Vorstand nicht entlastet.

Monsanto stellt das umstrittene Pflanzengift Glyphosat her. In den USA sehen sich die Leverkusener mit etwa 13.400 Klägern wegen einer mutmaßlich krebserregenden Wirkung von Glyphosat konfrontiert.

Neuer Ärger für Bayer? Möglicherweise illegale Lobby-Praktiken von Monsanto
Marcel Wagner, ARD Paris
11.05.2019 07:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Mai 2019 um 17:24 Uhr.

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