Monsanto bereitet Bayer weiter Probleme. | Bildquelle: AFP

Bayer-Tochter Frankreich ermittelt gegen Monsanto

Stand: 11.05.2019 09:20 Uhr

Die französische Justiz ermittelt gegen die Bayer-Tochter Monsanto. Die soll dort eine Liste von Kritikern geführt haben, um diese später zu beeinflussen. Damit bleibt Monsanto das Sorgenkind Bayers.

Dem Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer droht wegen seiner amerikanischen Saatgut-Tochter Monsanto erneut Ärger. Die französische Staatsanwaltschaft eröffnete eine vorläufige Untersuchung gegen Monsanto. Den Amerikanern wird laut Medienberichten vorgeworfen, eine Liste mit rund 200 Kritikern in Frankreich angelegt zu haben, um diese später zu beeinflussen. Dazu zählten Journalisten und Abgeordnete.

Man wisse noch nicht, auf welche Dokumente sich die Vorwürfe bezögen, erklärte ein Bayer-Sprecher. Daher könne man sich momentan zu dem Vorgang nicht äußern. Man nehme die Vorwürfe aber sehr ernst.

Bayer steht wegen der milliardenschweren Übernahme von Monsanto ohnehin unter Druck. Die Aktionäre hatten der Führung vor kurzem einen historischen Denkzettel verpasst. Auf der Hauptversammlung wurde der Vorstand nicht entlastet.

Monsanto stellt das umstrittene Pflanzengift Glyphosat her. In den USA sehen sich die Leverkusener mit etwa 13.400 Klägern wegen einer mutmaßlich krebserregenden Wirkung von Glyphosat konfrontiert.

Neuer Ärger für Bayer? Möglicherweise illegale Lobby-Praktiken von Monsanto
Marcel Wagner, ARD Paris
11.05.2019 07:59 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Mai 2019 um 09:00 Uhr.

Darstellung: