Autos des Renault-Konzerns sind für den Transport auf einen Lkw geladen. | Bildquelle: REUTERS

Einbußen durch Corona-Krise Frankreich plant Milliardenhilfen für Autobranche

Stand: 26.05.2020 20:39 Uhr

Die Corona-Krise hat die französische Autoindustrie massiv getroffen. Mit acht Milliarden Euro will nun die Regierung die angeschlagene Branche stützen, sodass sie gestärkt sogar zum Marktführer aufsteigen können soll.

Frankreich will die Autoindustrie im eigenen Land in der Corona-Krise mit Finanzhilfen von mehr als acht Milliarden Euro unterstützen. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron nach einem Besuch im Werk des Elektromotor-Herstellers Valéo im Norden Frankreichs an.

Macron sprach sowohl bei seinem Besuch in dem Betrieb als auch auf Twitter von einer "beispiellosen Krise", die die Branche "brutal" getroffen habe. Die Produktion der Autounternehmen sei um bis zu 90 Prozent eingebrochen. "Unser Land wäre nicht das gleiche ohne seine großen Marken: Renault, Peugeot, Citroën", betonte der Staatschef.

Macron kündigt Milliarden-Hilfen für französische Autoindustrie an
26.05.2020, Sabine Rau, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Hunderttausende Arbeitsplätze hängen an Branche

Durch die finanzielle Stütze sollen laut Macron vor allem auch die Arbeitsplätze in den Konzernen erhalten bleiben. Die Autoindustrie sichere in Frankreich rund 400.000 Jobs, hinzu kämen nochmals etwa 900.000 Stellen bei Zulieferern und in Servicebetrieben. Durch den wirtschaftlichen Einbruch infolge der Corona-Pandemie hätten rund 250.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden müssen.

Das Geld der Staatshilfen solle von den Autobauern auch genutzt werden, um die Produktion in Frankreich zu halten oder aus dem Ausland in französische Werke zu verlagern. Kein Automodell, dass in Frankreich hergestellt werde, solle künftig im Ausland produziert werden müssen, so Macron.

Macron will Elektromobilität vorantreiben

Und der Staatschef knüpft die Finanzhilfen auch an sein Ziel, Frankreich zum Marktführer im Bereich der Elektromobilität und des Autonomen Fahrens zu machen. Frankreich solle "der führende Hersteller von sauberen Autos in Europa" werden, so Macron. Bis 2025 solle die Zahl der Elektro- und Hybridautos aus französischer Produktion auf mehr als eine Million pro Jahr steigen.

Um die Elektromobilität weiter voranzubringen, soll auch die Abwrackprämie ausgeweitet werden, sodass künftig mehr Haushalte darauf Anspruch haben. Zudem soll eine Milliarde Euro der Staatshilfen in Kaufprämien für Elektroautos fließen.

Kommt die Kreditbürgschaft für Renault?

Neben dem Milliardenhilfen steht noch die endgültige Entscheidung über eine Kreditbürgschaft für den Autokonzern Renault aus. Bis zu fünf Milliarden hatte die französische Regierung dem Unternehmen in Aussicht gestellt, an dem der Staat als Anteilseigner selbst 15 Prozent hält.

Renault hatte schon vor der Corona-Krise geschwächelt und erstmals seit rund zehn Jahren rote Zahlen geschrieben. Mit ihrer endgültigen Zustimmung zur Kreditbürgschaft wartet die französische Regierung aber noch ab, bis sich Gewerkschaften und der Konzern auf ein Konzept für die Arbeitsplätze im Unternehmen und die dazugehörigen Werke geeinigt haben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Mai 2020 um 20:00 Uhr.

Darstellung: