Das entführte Flugzeug der Ethiopian Airline auf dem Genfer Flughafen

Maschine der Ethiopian Airlines Der Copilot war der Entführer

Stand: 10.03.2019 10:02 Uhr

Bei dem Entführer einer äthiopischen Passagiermaschine hat es sich nach Angaben des Genfer Flughafens um den Copiloten des Flugzeugs gehandelt.

Der Mann habe bei seiner Festnahme nach der erzwungenen Landung in Genf erklärt, er fühle sich in seiner Heimat "bedroht" und wolle deswegen politisches Asyl in der Schweiz beantragen, erklärte ein Flughafensprecher. Demnach hatte sich der 31-jährige Copilot im Cockpit eingeschlossen, als der Pilot zur Toilette ging. Er sei unbewaffnet gewesen.

Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Asylantrag für den Copiloten dürfte gen Null gehen. Auf Flugzeugentführungen stehen Gefängnisstrafen von bis zu 20 Jahren.

Alle 200 Insassen wohlauf

Die Entführung des in Addis Abeba gestarteten Flugzeugs der Ethiopian Airlines mit Ziel Rom nahm einen glimpflichen Ausgang. Die Maschine landete sicher auf dem Flughafen in Genf. Alle etwa 200 Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unversehrt, wie die Schweizer Polizei mitteilte. Viele hätten die Entführung gar nicht mitbekommen und gedacht, in Rom gelandet zu sein, berichtet der ARD-Hörfunkkorrespondent Rainer Hartmann.

Die Boeing 767 war um 00.30 Uhr (Sonntag 22.30 Uhr MEZ) in Addis Abeba gestartet und sollte um 04.40 Uhr in Rom landen. Statt dessen erreichte sie um 06.00 Uhr den Flughafen in Genf. Der Flughafenbetrieb dort wurde zeitweise komplett eingestellt. Zahlreiche Flüge von und nach Genf fielen aus.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Februar 2014 um 09:45 Uhr.

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