Die Unglücksmaschine der EgyptAir

EgyptAir-Absturz 2016 Franzosen gehen von Feuer an Bord aus

Stand: 07.07.2018 13:57 Uhr

Ein Feuer im Cockpit hat nach Angaben französischer Ermittler wahrscheinlich den Absturz der EgyptAir-Flugzeugs 2016 über dem Mittelmeer verursacht. Ägyptische Behörden hatten eine Bombe als Absturzursache genannt.

Gut zwei Jahre nach dem Absturz eines EgyptAir-Flugzeugs über dem Mittelmeer gehen französische Flugunfallexperten von einem Feuer an Bord aus. Die Untersuchungsbehörde BEA teilte mit, im Cockpit des Airbus A320 sei ein Brand ausgebrochen. Dieser habe sich schnell ausgebreitet und zum Verlust der Kontrolle über die Maschine geführt.

Die BEA distanzierte sich damit von den Angaben ägyptischer Behörden, die den Fund von Sprengstoffspuren gemeldet hatten. Sie forderten die Ägypter nun auf, die Untersuchungen zur Feuer-Hypothese fortzusetzen.

66 Tote nach Absturz

Das Flugzeug war am 19. Mai 2016 auf dem Flug von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord ins östliche Mittelmeer gestürzt. Bei dem Unglück waren alle Insassen getötet worden, darunter auch 15 Franzosen. Auswertungen von Flugschreiberdaten hatten ergeben, dass sich in einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Feuer ausgebreitet hatte.

Die ägyptisch geleitete Untersuchungskommission hatte im Dezember 2016 mitgeteilt, dass Rückstände von Sprengstoff an menschlichen Überresten gefunden worden seien. Laut BEA wurde das Dossier daraufhin an die ägyptische Generalstaatsanwaltschaft übergeben.

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