Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck Eigene Getränke müssen weiter am Boden bleiben

Stand: 18.07.2012 16:42 Uhr

Flugreisende müssen auch weiterhin auf mitgebrachte Getränke oder andere Flüssigkeiten an Bord verzichten. Die EU-Kommission bestätigte ihre bisherige Einschätzung, dass die ursprünglich für April 2013 geplante Aufhebung der Beschränkungen aus technischen Gründen nicht möglich sei.

Flüssigkeiten werden in einen durchsichtigen, mit Reißverschluss versehenen Plastikbeutel verpackt (Archiv).
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Derzeit dürfen ins Handgepäck nur Flüssigkeiten in Behältern mit maximal 100 Millilitern.

Testläufe hätten ergeben, dass die notwendigen Änderungen der Sicherheitschecks an Flughäfen bis dahin nicht umzusetzen seien. Einen neuen Termin nannte sie nicht.

Nötige Scanner fehlen

Seit längerem warnen die EU-Staaten, dass Europas Flughäfen noch nicht mit den nötigen Scannern für Taschen und Rucksäcke ausgerüstet seien. Die EU-Kommission kündigte für Herbst einen Vorschlag an, wie das Verbot phasenweise und "zum frühstmöglichen Termin" aufgehoben werden könne.

Derzeit dürfen Reisende im Handgepäck nur Flüssigkeiten in Behältern mit maximal 100 Millilitern ins Flugzeug mitnehmen. Diese müssen in durchsichtigen Plastikbeuteln stecken. Damit will die EU verhindern, dass Terroristen Explosivstoffe in Flugzeuge schmuggeln.

Die 27 EU-Staaten hatten das Verbot 2006 als Reaktion auf versuchte Terroranschläge mit Flüssigsprengstoff in Flugzeugen beschlossen. In den USA sind ähnliche Regeln in Kraft. Das Verbot sollte in Europa ursprünglich schon 2011 gelockert werden.

Erleichterungen für Transferpassagiere aus Nicht-EU-Staaten

In einem Punkt sind aber Fortschritte absehbar: Von Januar 2014 sollen es Transferpassagiere aus Nicht-EU-Ländern leichter haben. Die EU-Kommission empfiehlt, dass diese Reisenden ihre Einkäufe aus dem Duty-Free dann behalten dürfen. Wer Alkohol oder Parfüm in einem Nicht-EU-Land gekauft hat, könnte die verschweißte Tüte beim Umsteigen in Europa mit auf seinen Anschlussflug nehmen. Heutzutage konfiszieren Zollbeamte die Produkte.

Wer einen Direktflug nimmt, kann dagegen nach wie vor Alkohol und Kosmetika im Duty-Free einkaufen und - in einer Plastiktüte inklusive Kassenbon - mit an Bord des Flugzeuges nehmen.

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