Migranten verlassen ein Schiff in einem Hafen in Tunesien. | AP

Bootsunglück vor Tunesien Mehr als 50 Menschen ertrunken

Stand: 18.05.2021 17:08 Uhr

Bei einem Bootsunglück im südlichen Mittelmeer sind mindestens 50 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Weitere 33 Menschen wurden von der tunesischen Küstenwache gerettet. Sie stammen aus Bangladesch.

Vor der tunesischen Küste sind mehr als 50 Migranten im Mittelmeer ertrunken. 33 weitere Menschen seien von Arbeitern einer Ölplattform gerettet worden, sagte der Sprecher des tunesischen Verteidigungsministeriums, Mohamed Zekri.

Das Boot sei gestern vor der Hafenstadt Sfax an der Südostküste des Landes untergegangen. Einheiten der Marine seien unterwegs und suchten im Wasser nach Vermissten. Überlebende berichteten, dass 90 Passagiere an Bord gewesen seien, als das Boot Libyen verlassen habe.

Am Montag 113 Menschen gerettet

Der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, twitterte, die 33 Geretteten stammten aus Bangladesch. Ihr Boot sei am Sonntag von der libyschen Hafenstadt Zuwara aus gestartet.

Vor der tunesischen Küste waren bereits am Montag 113 Überlebende eines Bootsunglücks gerettet worden, die aus Bangladesch, dem Sudan, Eritrea und Ägypten stammten. Vergangene Woche waren bei zwei Bootsunglücken vor Libyen rund 30 Menschen ertrunken.

Das Mittelmeer ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten. Der IOM zufolge starben in diesem Jahr bislang mindestens 685 Menschen beim Versuch, über den Weg nach Europa zu gelangen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk in den Nachrichten am 18. Mai 2021 um 17:00 Uhr.