Eine Schwimmweste treibt auf dem Mittelmeer | Bildquelle: AP

Tunesien und Türkei Tote bei Unglücken mit Flüchtlingsbooten

Stand: 03.06.2018 20:02 Uhr

Im Mittelmeer sind mehrere Flüchtlingsboote gekentert: Vor Tunesien starben mindestens 46 Menschen, als ein überfülltes Fischerboot sank. An der türkischen Küste ertranken neun weitere Menschen, darunter sechs Kinder.

Bei Bootsunglücken im Mittelmeer sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Vor der tunesischen Küste sank nahe der Inselgruppe Kerkenna ein überfülltes Fischerboot. Mindestens 46 Menschen kamen dadurch ums Leben, wie das tunesische Verteidigungsministerium mitteilte. Mehr als 60 weitere Menschen seien jedoch vor dem Ertrinken gerettet worden.

Die tunesische Provinz Sfax hat sich in jüngster Vergangenheit mehr und mehr zum Ausgangspunkt für Migranten entwickelt, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen. An Bord des gesunkenen Boots sollen den Behörden zufolge sowohl Tunesier als auch andere Staatsbürger gewesen sein.

Weiteres Flüchtlingsboot vor der Türkei gekentert

Auch vor der Türkei kenterte am Sonntag ein Boot mit mindestens 15 Migranten an Bord.

Die türkische Küstenwache berichtete, sie habe neun Menschen tot aus dem Wasser geborgen - darunter auch sechs Kinder.

Vier weitere Personen konnten gerettet werden, eine fünfte wurde von einem vorbeifahrenden Fischerboot aufgenommen. Ein weiterer Mensch galt als vermisst.

UN gehen 2017 von bislang 660 Ertrunkenen aus

Auch die spanischen Behörden berichteten von der Bergung eines Toten aus dem Meer: Am Wochenende habe die Seenotrettung insgesamt 240 Menschen in mehreren Booten vor dem Ertrinken gerettet.

Beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, sind in diesem Jahr nach Angaben der Vereinten Nationen bereits 660 Menschen ums Leben gekommen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Juni 2018 um 17:15 Uhr.

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