Flüchtlinge aus Honduras an der Grenze zu Guatemala (Archivbild). | GUSTAVO AMADOR/EPA-EFE/REX

Auf dem Weg in die USA Flüchtlinge durchbrechen Guatemalas Grenze

Stand: 21.01.2020 11:02 Uhr

Mehr als tausend Flüchtlinge aus Honduras haben Berichten zufolge die Grenze zu Guatemala durchbrochen. Auf der Flucht vor Gewalt und Armut wollen die Menschen die USA erreichen.

Nach dem Start eines neuen Flüchtlingsmarsches in Honduras haben mehr als tausend Menschen auf dem Weg Richtung USA die Grenze zu Guatemala durchbrochen. Sie überwanden laut dem Bericht eines AFP-Fotografen eine Polizeisperre am Grenzübergang Agua Caliente nahe der Stadt Esquipulas und stürmten ohne jede Registrierung ins Nachbarland.

Am Mittwoch hatten bereits rund 400 Honduraner in der Grenzstadt Corinto die Grenze zu Guatemala überwunden. Mehrere tausend Honduraner, darunter viele Frauen und Kinder, hatten sich in den vergangenen Tagen in der Stadt San Pedro Sula im Norden des Landes versammelt. Von dort brechen sie seither immer wieder in kleinen und großen Gruppen Richtung USA auf. Sie fliehen vor Gewalt und Armut im eigenen Land. 

Erster großer Flüchtlingsmarsch 2018

Den ersten großen Flüchtlingsmarsch von Honduras Richtung USA hatte es im Oktober 2018 gegeben, als rund 2000 Menschen nordwärts durch Guatemala und Mexiko zogen. In den folgenden Monaten folgten mehrere ähnliche Aktionen. US-Präsident Donald Trump entsandte als Reaktion 6000 Soldaten an die Grenze zu Mexiko und warnte vor einer "Invasion von Kriminellen". Derzeit warten Schätzungen zufolge rund 30.000 Honduraner in Mexiko auf eine Antwort der US-Behörden auf ihren Asylantrag. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Januar 2020 um 09:00 Uhr.