Ein geretteter Flüchtling wird in das Krankenhaus in Preveza gebracht | Bildquelle: AP

Flüchtlingsboot gesunken Zwölf Menschen ertrinken vor Griechenland

Stand: 11.01.2020 16:26 Uhr

Jemand an Bord wählte noch die griechische Notrufnummer, dann sank ein Flüchtlingsboot vor der Insel Paxos. Die Küstenwache rettete 21 Menschen, zwölf konnten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der griechischen Küste sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Küstenwache mitteilte, wurden bislang zwölf Leichen geborgen. Rund 21 Menschen konnten demnach gerettet werden. Das Boot mit rund 50 Menschen an Bord war vor der Insel Paxos im Ionischen Meer gesunken. Ziel war offenbar Italien.

Notruf gewählt

Von der Küstenwache hieß es, Jemand an Bord habe die Notrufnummer des Landes gewählt. An der Rettungsaktion seien sechs Boote der Küstenwache, zwei Hubschrauber und die Besatzungen von vier Frachtschiffen beteiligt gewesen.

In den vergangenen Jahren sind Tausende Menschen im Mittelmeer ertrunken. Es gilt mittlerweile als die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt. 2019 starben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mindestens 1283 Menschen im Mittelmeer, in den vergangenen fünf Jahren waren es insgesamt mehr als 19.000. 

Zwölf Tote bei Bootsunglück vor griechischer Küste
Thomas Bormann, ARD Istanbul
11.01.2020 18:16 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Januar 2020 um 13:00 Uhr.

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