Ein Flüchtling wird an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien von einem Wasserwerfer getroffen.

Ausschreitungen in Röszke Tränengas gegen Flüchtlinge in Ungarn

Stand: 16.09.2015 16:20 Uhr

Am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke spielen sich dramatische Szenen ab: Nachdem Flüchtlinge ein Grenztor eingerissen hatten, ging die ungarische Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen sie vor.

Ungarns Polizei hat an der serbischen Grenze bei Röszke Tränengas gegen aufgebrachte Flüchtlinge eingesetzt. Zuvor hätten mehrere Hundert Menschen Polizisten mit Gegenständen beworfen und das Grenztor eingedrückt, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Polizei habe ihr Aufgebot verstärkt und Wasserwerfer in Stellung gebracht, hier es. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am alten Grenzübergang auf einer Landstraße.

Christian Limpert, ARD Rom, zzt. Horgos, zur Situation am Grenzzaun
tagesschau 16:00 Uhr, 16.09.2015

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"Chaotische Szenen"

Nach Angaben von ARD-Korrespondent Christian Limpert - der sich genau am Grenzübergang zwischen Röszke und dem serbischen Horgos aufhält - ist die Lage sehr unübersichtlich. Die Polizei gehe in Kampfmontur mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Flüchtlinge vor, die ihrerseits aufgebracht seien, da sie seit Tagen an der Grenze ausharren müssten. Zuvor bereits habe sich Bereitschaftspolizei in Stellung gebracht. Berichte über Verletzte gibt es bislang nicht.

Am Dienstag hatte die Budapester Regierung den Grenzübergang in Röszke geschlossen. Auch der mehrere Meter hohe Grenzzaun war fertiggestellt worden. Zudem waren verschärfte Gesetze in Kraft getreten. Diese stellen die unerlaubte Einreise unter Strafe. Sollten Flüchtlinge dazu den Grenzzaun beschädigen - etwa indem sie ihn durchschneiden - drohen ihnen mehrjährige Haftstrafen.

Flüchtlinge brechen zu Fuß in Salzburg auf

Im österreichischen Salzburg haben sich nach Angaben einer Sprecherin der österreichischen Stadt etwa 1000 Asylsuchende zu Fuß auf den Weg nach Deutschland. Mehr als 1000 von ihnen wollen die Grenze überqueren, die seit Sonntag wieder kontrolliert wird. Nach Behördenangaben weichen Flüchtlinge zunehmend auf abgelegene Feld- und Waldwege aus. "Die grüne Grenze wird verstärkt genutzt", sagt ein Sprecher der Bundespolizei. Nahe der bayerischen Kleinstadt Simbach am Inn hätten Beamte mehrere hundert Flüchtlinge in der freien Landschaft aufgegriffen.

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