Senatorin Lauren Brook umarmt ihren Kollegen Bill Galvano, nachdem dessen Gesetzentwurf für ein strengeres Waffenrecht den Senat von Florida passiert hat. | Bildquelle: AP

Nach Schulmassaker Senat von Florida für mehr Waffenkontrolle

Stand: 06.03.2018 07:26 Uhr

Der Senat des US-Bundesstaats Florida hat auf Proteste reagiert und für ein schärferes Waffenrecht gestimmt. Doch nach der knappen Abstimmung sind Demokraten wie Republikaner unzufrieden.

Mit knapper Mehrheit hat der Senat im US-Bundesstaat Florida für ein strengeres Waffengesetz gestimmt. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass künftig Beschränkungen beim Kauf von Gewehren gelten sollen - außerdem wird das Mindestalter zum Kauf von Waffen von 18 auf 21 Jahre angehoben. Im Senat sprachen sich 20 Abgeordnete für die Vorlage aus, 18 dagegen. Nun geht der Entwurf an das Repräsentantenhaus Floridas.

Florida verschärft seine Waffengesetze
tagesschau 09:00 Uhr, 06.03.2018

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Entwurf geht nicht weit genug - oder zu weit

Sowohl Demokraten als auch Republikaner waren hinterher unzufrieden. Die Republikaner wandten sich insbesondere gegen die Einführung einer Wartezeit vor dem Kauf. Demokraten nahmen Anstoß daran, dass das Gesetz einigen Lehrern das Tragen von Waffen ermöglichen soll und bestimmte halbautomatische Gewehre weiterhin legal im Handel bleiben.

Die demokratische Senatorin Lauren Brook erklärte, ihr gehe das Gesetz nicht weit genug. Unter Tränen berichtete sie von ihrem Besuch an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, an der ein früherer Schüler im Februar 17 Menschen erschossen hatte. Der Amoklauf hatte eine Protestwelle für schärfere Waffengesetze unter US-amerikanischen Schülern ausgelöst.

Oregon verschärft Waffengesetz endgültig

Im US-Bundesstaat Oregon hat die Gouverneurin Kate Brown im Ringen um das Waffenrecht vorgelegt: Sie unterzeichnete ein Gesetz, das Opfer häuslicher Gewalt besser vor Waffengewalt schützen soll. Der Entwurf schließt eine Gesetzeslücke von 2015, derzufolge einige Täter vom Kauf- und Besitzverbot von Waffen und Munition ausgenommen waren. Nun gilt das Gesetz auch für Personen, die nicht mit der Person zusammenleben, die sie bedrohen oder misshandeln sowie für Personen, gegen die wegen gewalttätiger Übergriffe ein Kontaktverbot verhängt wurde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. März 2018 um 09:00 Uhr.

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