Ölplattform an der Küste vor Santa Barbara/Kalifornien  | Bildquelle: AP

Umstrittene Offshore-Pläne Vor Florida wird doch nicht gebohrt

Stand: 10.01.2018 10:49 Uhr

US-Präsident Trumps Ankündigung, Öl- und Gasbohrungen auch in bislang geschützten Küstengewässern zu erlauben, hat viel Widerstand hervorgerufen. Florida handelte nun eine Ausnahmeregelung aus. Der Bundesstaat muss seine Meeresgebiete nicht für Bohrungen öffnen.

Florida wird von der Entscheidung der US-Regierung ausgenommen, seine Meeresschutzgebiete für die Öl- und Gasförderung zu öffnen. Nach Gesprächen mit Floridas Gouverneur Rick Scott nehme er den Bundesstaat gänzlich von allen Plänen für neue Öl- oder Gasplattformen aus, teilte US-Innenminister Ryan Zinke mit.

Florida sei "einzigartig" und seine Küstengebiete wirtschaftlich stark vom Tourismus abhängig, erklärte Zinke zur Begründung. Der Republikaner Scott reagierte erleichtert. "Wir können uns jetzt darauf konzentrieren, wie wir unsere Umwelt besser schützen", teilte der Gouverneur mit.

Auch Kalifornien will Ausnahmeregelung

Die US-Regierung hatte vergangene Woche angekündigt, 90 Prozent der US-Küstengebiete für die Öl- und Gasförderung zu öffnen. Sie will damit Schutzbestimmungen des früheren US-Präsidenten Barack Obama aufheben. Die Ankündigung wurde nicht nur von Umweltorganisationen, sondern auch von mehreren betroffenen Bundesstaaten heftig kritisiert.

Nun fordert auch Kalifornien eine Ausnahmeregelung. "Kalifornien ist auch 'einzigartig' und unsere 'Küsten sind wirtschaftlich sehr abhängig vom Tourismus'", schrieb Justizminister Xavier Becerra auf Twitter. "Wenn das Ihre Kriterien sind, müssen wir auch von dieser Liste gestrichen werden. Sofort", forderte er Zinke auf.

Offshorepläne Teil von "America First"

Zinke hatte vergangene Woche erklärt, die Offshore-Pläne seien Teil der von Präsident Donald Trump ausgegebenen Leitlinie "America First" (Amerika zuerst). Damit würden die USA "die größtmögliche Supermacht" in Sachen Energie werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. Januar 2018 um 08:00 Uhr.

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