Polizeibeamte bewachen ein Wahllokal | Bildquelle: dpa

US-Kongresswahlen Florida ordnet Neuauszählung an

Stand: 11.11.2018 03:00 Uhr

Vier Tage nach den Kongresswahlen in den USA werden in Florida die Stimmzettel für zwei wichtige Wettbewerbe erneut ausgezählt. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten hatte zuvor zu Kontroversen geführt.

Die Behörden in Florida haben eine maschinelle Neuauszählung der Stimmzettel für die Kongresswahlen angeordnet. Das teilte ein Sprecher des US-Bundesstaats mit.

Der republikanische Gourverneur Rick Scott liegt im Rennen um einen Sitz im US-Senat mit 0,15 Prozentpunkten vor seinem Kontrahenten, dem Demokraten Bill Nelson. Die Gesetze des Bundesstaates schreiben eine Neuauszählung vor, wenn der Abstand zwischen den Kandidaten nur bis zu 0,5 Prozentpunkte beträgt.

Auch die Stimmzettel für das Rennen um Scotts Nachfolger im Gouverneursamt wird erneut ausgezählt. Auch dort liegt der republikanische Kandidat knapp vor seinem demokratischen Mitbewerber. Das Ergebnis beider Auszählungen wird für kommenden Donnerstag erwartet.

Die Entwicklung sorgt für heftigen politischen Streit. Die Republikaner - allen voran US-Präsident Donald Trump - wähnen dahinter Manipulationsversuche.

Wahlkabine in den USA | Bildquelle: AFP
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Die Gesetze von Florida schreiben eine Neuauszählung vor, wenn der Abstand zwischen den Kandidaten nur bis zu 0,5 Prozentpunkte beträgt.

In drei weiteren Bundesstaaten Entscheidungen offen

Auch anderswo sind noch einzelne Entscheidungen offen, etwa in Arizona und Mississippi. In beiden Fällen ist noch unklar, wer die beiden Staaten künftig im US-Senat vertreten wird. In Mississippi wird eine Stichwahl entscheiden, in Arizona wird noch ausgezählt. Auch im Bundesstaat Georgia steht der Ausgang einer wichtigen Wahl noch nicht fest. Hier geht es um das Gouverneursamt.

Trumps Republikaner hatten bei den Kongresswahlen ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren, ihre knappe Mehrheit im Senat jedoch verteidigt. Dort haben sie 51 der 100 Sitze sicher - und damit so viele Stimmen wie bisher.

Sollten die Demokraten die noch offenen Rennen in den verbleibenden Staaten für sich entscheiden, würde sich an der Mehrheit für die Republikaner im Senat nichts ändern. Allerdings wäre es ihnen dann nur gelungen, ihre hauchdünne Mehrheit zu halten, anstatt diese - wie von ihnen erhofft - auszubauen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 10. November 2018 um 22:00 Uhr.

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