Demonstranten im Iran | Bildquelle: AP

Erhöhung der Benzinpreise Verhaftungen nach Unruhen im Iran

Stand: 21.11.2019 12:11 Uhr

Die iranischen Behörden haben die Unruhen der vergangenen Tage für beendet erklärt. Die Anführer seien festgenommen worden. Unklar bleibt, wie viele Menschen bei den Protesten starben.

Die Iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben die Anführer der Unruhen der vergangenen Tage verhaftet. Ein Sprecher sagte, in 100 Städten sei es zu "kleineren und größeren Zwischenfällen" gekommen. Mit den Verhaftungen seien die Unruhen aber beendet.

Die iranischen Behörden beschuldigen die USA und Israel, hinter den Protesten zu stecken. Das Geld sei von Monarchisten gekommen, die den Sohn des vor 40 Jahren gestürzten Schah an die Macht bringen wollten. Die Europäische Union rief alle Seiten im Iran zum Gewaltverzicht auf. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, der Iran müsse das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit garantieren.

Ausgebrannte Tankstelle nach Protesten im Iran | Bildquelle: AP
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Benzin wurde rationiert und verteuert.

Zahl der Toten unklar

Nach Schätzungen von "Amnesty International" sollen bei den Protesten mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sein. Wegen der Internetsperre im Iran können weder diese noch iranische Angaben verifiziert werden.

Auslöser der Proteste war die Erhöhung der Energiepreise. Präsident Hassan Rouhani hatte in der vergangenen Woche das Benzin rationieren lassen. Außerdem wurden die Preise auf das Dreifache heraufgesetzt. Zur Begründung sagte Rouhani, dies sei der einzige Weg, die Sozialausgaben für die Armen zu finanzieren. Er machte die Sanktionen der USA für die Situation verantwortlich. Washington hat die Politik gegenüber dem Iran verschärft und das Atomabkommen mit Teheran aufgekündigt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. November 2019 um 23:31 Uhr.

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