Robert Mueller | Bildquelle: AFP

FBI-Sonderbeauftragter Verleumdungskampagne gegen Mueller?

Stand: 31.10.2018 10:08 Uhr

Das FBI untersucht Hinweise auf eine Kampagne gegen Sonderermittler Mueller, der in der Russland-Affäre ermittelt. Frauen soll Geld angeboten worden sein, damit diese Behauptungen über sexuelle Belästigungen aufstellen.

In der Russlandaffäre in den USA untersucht die Bundespolizei FBI Hinweise auf eine mögliche Verleumdungskampagne gegen Sonderermittler Robert Mueller. Muellers Sprecher Peter Carr sagte, in der vergangenen Woche seien Vorwürfe bekannt geworden, dass Frauen Geld angeboten worden sei. Sie sollten falsche Behauptungen über den Sonderermittler aufstellen. "Wir haben die Angelegenheit sofort zur Untersuchung dem FBI übergeben."

Die Zeitschrift "The Atlantic" schrieb, eine Frau habe in einer E-Mail an Journalisten berichtet, eine Firma habe ihr einen Scheck über 20.000 Dollar (17.630 Euro) und die Bezahlung ihrer Kreditkartenschulden angeboten. Im Gegenzug hätte sie "Anschuldigungen über sexuelles Fehlverhalten und Belästigung am Arbeitsplatz gegen Robert Mueller" erheben sollen. Eine zweite Frau habe berichtet, von derselben Firma kontaktiert worden zu sein. Die Firma habe angegeben, die Vergangenheit Muellers zu untersuchen.

Trump gegen Mueller

US-Präsident Trump spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Charlotte. | Bildquelle: AP
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Für Trump ähneln die Ermittlungen Muellers einer "Hexenjagd".

Mueller untersucht unter anderem, ob das Team von US-Präsident Donald Trump beim Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen mit Russland getroffen hat. Trump hatte das bislang zurückgewiesen und von einer "Hexenjagd" gesprochen. Dem Sender Fox News sagte er am Anfang der Woche: "Meiner Meinung nach hätte es nie einen Sonderermittler geben dürfen."

Mueller hat bislang Anschuldigungen gegen 32 Personen vorgebracht. Vier frühere Vertraute von Trump bekannten sich bisher schuldig und stimmten zu, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten.

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