Die "Regina Seaways" der dänischen Reederei DFDS (Archivbild) | Bildquelle: DFDS HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutter

Passagiere unverletzt Ostsee-Fähre offenbar manövrierunfähig

Stand: 02.10.2018 17:36 Uhr

Eine aus Kiel kommende Fähre liegt manövrierunfähig auf der Ostsee fest. Die Reederei teilte mit, auf der "Regina Seaways" habe es eine Rauchentwicklung gegeben. Niemand sei verletzt worden.

Eine Fähre aus Kiel liegt nach technischen Problemen manövrierunfähig auf der Ostsee. Laut Reederei war das Schiff mit 294 Passagieren und 41 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda in Litauen.

Die dänische Reederei DFDS teilte mit, an Bord habe es eine Rauchentwicklung gegeben, woraufhin im Maschinenraum die Löschvorrichtungen angesprungen seien. Von einem Brand war nicht die Rede. Die Situation sei unter Kontrolle. "Alle Menschen sind gesund und munter, sie sind alle auf dem Schiff, es gibt keine Panik, keine Verletzten", sagte Eugenijus Valikovas von der Seenotrettungsleitstelle der litauischen Armee der Agentur BNS. Wie vorgeschrieben hätten sich die Passagiere an speziellen Punkten versammelt, um auf eine mögliche Rettungsaktion vorbereitet zu sein, teilte die Reederei weiter mit. Eine Evakuierung sei aber nicht nötig, die Situation sei unter Kontrolle. An Bord waren auch Autos und Lastwagen.

Russische Medien schrieben unter Berufung auf örtliche Behörden, dass vier bis fünf Meter hohe Wellen die Arbeiten erschwerten. Der Besatzung sei es gelungen, einen Dieselgenerator in Gang zu setzen, um die Räume in der Fähre zu lüften. Außerdem wollte die Crew versuchen, einen Motor zu starten, damit das Schiff nicht länger manövrierunfähig ist.

Noch 110 Kilometer vor Zielhafen

Der Einsatz wird nach Angaben der Seenotrettung von den russischen Behörden in Kaliningrad geleitet. Das benachbarte Litauen habe einen Helikopter und vier Armeeschiffe entsandt. Regierungschef Saulius Skvernelis habe angewiesen, alle notwendigen Kräfte einzubeziehen.

Der Vorfall geschah vor der Küste der russischen Exklave Kaliningrad. Das 2010 gebaute Schiff, das unter litauischer Flagge fährt, ist den Angaben zufolge noch etwa 110 Kilometer vor seinem Zielhafen entfernt. Das Ausmaß des Schadens sei noch unbekannt.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 02. Oktober 2018 um 15:25 Uhr.

Darstellung: