Nach der Explosion in der Innenstadt der nordirischen Stadt Londonderry liegt ein zerstörtes Auto auf der Straße. | Bildquelle: dpa

Londonderry Explosion vor Gerichtsgebäude in Nordirland

Stand: 20.01.2019 02:58 Uhr

In der nordirischen Stadt Londonderry gab es vor einem Gerichtsgebäude eine Explosion. Die Hintergründe sind unklar, die Polizei geht Hinweisen auf eine Autobombe nach. Politiker sprechen bereits von einem Anschlag.

Nach einer heftigen Explosion in der Stadt Londonderry in Nordirland ermittelt die Polizei. Auf Twitter veröffentlichten die Einsatzkräfte ein Bild, das einen Feuerball vor einem Gerichtsgebäude zeigt, und schrieben dazu: "Bishop Street gesperrt - Halten Sie sich fern - Verdacht auf Autobombe".

Es gebe Evakuierungsmaßnahmen wegen eines verdächtigen zweiten Fahrzeugs, teilte die Polizei mit. Nach bisherigen Informationen sei aber niemand verletzt worden.

Autobombe explodiert in Nordirland
tagesschau24 15:00 Uhr, 20.01.2019

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Politiker verurteilen Vorfall als "Anschlag"

Mehrere Politiker sprechen bereits von einem Anschlag. Arlene Forster, Nordirlands ehemalige Regierungschefin und Vorsitzende der konservativen Partei DUP, nannte die Explosion einen "sinnlosen Terrorakt", der "auf das Schärfste verurteilt" werden müsse.

Der irische Außenminister Simon Coveney schrieb auf Twitter von einem "terroristischen Autobombenanschlag", der darauf abziele, Nordirland wieder in Gewalt und Konflikte hinabzuziehen.

Der nordirische Parlamentsabgeordnete Gary Middleton nannte die Explosion eine "Rückschritt in die Vergangenheit".

3500 Tote im jahrzehntelangen Konflikt um Nordirland

Während des jahrzehntelangen blutigen Nordirland-Konflikts, in dem sich irisch-katholische Nationalisten und protestanische Loyalisten Großbritanniens bekämpften, hatten Autobomben viele Menschen in den Tod gerissen.

Seit den 1960er Jahren starben 3500 Menschen in dem Konflikt, der 1998 durch das Karfreitagsabkommen endete. Es sichert unter anderem eine Aufteilung der Macht zwischen Protestanten und Katholiken zu. 

Beobachter befürchten, dass die Feindseligkeiten im Zuge des britischen EU-Austritts neu aufflammen könnten: Schlimmstenfalls könnte durch den Brexit zwischen Irland und Nordirland eine EU-Außengrenze mit strengen Kontrollen entstehen, die zu Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen führen könnten.

Bisherige Bemühungen, solche Grenzkontrollen durch ein Abkommen zu verhindern, blieben erfolglos.

Über dieses Thema berichtete am 20. Januar 2019 die tagesschau um 04:48 Uhr und NDR Info um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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