Rettungskräfte bergen vor der Polytechnischen Schule in Kertsch Opfer | Bildquelle: AFP

Halbinsel Krim Tote nach Explosion in Schule

Stand: 17.10.2018 15:03 Uhr

Bei der Explosion eines Sprengsatzes auf der Krim sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Die Bombe detonierte in einer Schule in der Hafenstadt Kertsch - und soll von einem Schüler gelegt worden sein.

In einer Schule in der Hafenstadt Kertsch ist ein Sprengsatz detoniert. Bei der Explosion sollen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen sein. Mindestens 40 weitere wurden nach Behördenangaben verletzt.

Die Regierung der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel nannte einen 18-jährigen Schüler als Urheber des Anschlags. Der Schüler habe sich in dem Gebäude erschossen, sagte Regierungschef Sergej Aksjonow.

Er sprach von einer "gewaltigen Tragödie" und ordnete eine dreitägige Trauerzeit für die Halbinsel an.

Explosion in einer Schule auf der Krim
17.10.2018

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Detonation in der Kantine

Bei den Toten soll es sich vor allem um Jugendliche handeln, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Kantine der Schule aufhielten. Das Polytechnische College wurde nach nach Angaben auf seiner Internetseite von Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren besucht.

Ein Sprecher der Nationalgarde sagte, bei der Bombe habe es sich um einen selbst gebauten Sprengkörper gehandelt. In ihm hätten sich Metallteile befunden. Zugleich gab es einzelne Berichte, wonach zumindest einige der Opfer durch Schüsse von einem oder mehreren Schützen getötet worden seien. Offizielle Stellen bestätigten die Berichte nicht.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Behörden gingen zunächst auch einem Terrorverdacht nach, stuften den Fall inzwischen aber in die Kategorie "Massenhafter Mord" ein.

Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 annektiert und unterstützt zudem pro-russische Separatisten im Osten des Nachbarstaates. Die EU und die USA haben deswegen Sanktionen gegen Russland verhängt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Oktober 2018 um 14:00 Uhr.

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