Die Sonne strahlt am wolkenlosen Himmel. | picture alliance/dpa

WHO-Bericht Mindestens 15.000 Hitzetote in Europa

Stand: 07.11.2022 21:36 Uhr

Mindestens 15.000 Menschen in Europa sind in diesem Jahr infolge von Hitze gestorben, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Und die Zahl dürfte noch steigen. In den nächsten Jahren könnten es noch mehr werden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind in Europa in diesem Jahr bereits mindestens 15.000 Menschen infolge großer Hitze gestorben. In Deutschland seien es etwa 4500, in Spanien 4000 und mehr als 3200 in Großbritannien, sagte der WHO-Regionaldirektor Hans Kluge.

Die Hauptursache für diese wetterbedingten Todesfälle sei Hitzestress, also der Zustand, in dem sich der Körper nicht mehr selbst kühlen könne. Die Zahl der Toten dürfte noch weiter steigen, da noch nicht alle Länder ihre Daten übermittelt hätten.

Sommer 2022 war sehr heiß

Die drei Sommermonate Juni, Juli und August waren in Europa die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In den nächsten Jahrzehnten werde die wachsende Anfälligkeit für Hitzewellen und andere Extremwetterereignisse zu mehr Krankheiten und Todesfällen führen, bis die Länder im Kampf gegen den Klimawandel wirklich drastische Maßnahmen ergriffen. "Es kann nicht oft genug gesagt werden: Wir müssen den Klimawandel effektiv gemeinsam bekämpfen", erklärte Kluge. "Der Klimawandel bringt uns schon jetzt um, aber ein starkes Handeln heute kann weitere Todesfälle verhindern."

In der vergangenen Woche hatte die UN einen Bericht vorgelegt, demzufolge sich Europa mit am schnellsten von allen Kontinenten erwärmt.