Der dänische Verteidigungsminister Morten Bodskov während seiner Rede | AP

Geberkonferenz in Kopenhagen 1,5 Milliarden Euro für die Ukraine

Stand: 11.08.2022 20:57 Uhr

26 Länder haben an der Ukraine-Geberkonferenz in Kopenhagen teilgenommen. Am Ende sagten sie dem von Russland angegriffenen Land 1,5 Milliarden Euro zu. Das Geld kann für Waffen oder die Ausbildung von Soldaten verwendet werden.

Auf einer internationalen Geberkonferenz in Kopenhagen sind mehr als 1,5 Milliarden Euro an Unterstützung für die Ukraine zusammengekommen. Zu dieser Summe hätten sich die Teilnehmer auf der Konferenz verpflichtet, sie könne noch steigen, gab der dänische Verteidigungsminister Morten Bodskov anschließend bekannt. Das Geld sei für dieses und nächstes Jahr vorgesehen. Es kann beispielsweise in Waffen und die Ausbildung ukrainischer Soldaten fließen.

Polen, die Slowakei und Tschechien erklärten sich den Angaben zufolge zudem bereit, die Produktion von Artilleriesystemen, Munition und weiterer Ausrüstung auszuweiten. In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich die Staaten zur weiteren und nachhaltigen militärischen Unterstützung für die Ukraine.

Blick in den Konferenzraum in Kopenhagen, wo Präsident Selenskyj per Video zugeschaltet war. | AP

Präsident Selenskyj war per Video zugeschaltet und appellierte an die Teilnehmer Bild: AP

Selenskyj per Video zugeschaltet

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bat während der Konferenz per Videoansprache um weitere Unterstützung. "Je früher wir Russland stoppen, umso eher können wir uns sicher fühlen", sagte er per Videoschalte. "Wir brauchen Rüstungsgüter, Munition für unsere Verteidigung."

An der Konferenz in Kopenhagen nahmen 26 Länder teil, darunter auch Deutschland. Sie war eine Folgeveranstaltung zu der Konferenz auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz im April, auf der eine Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine unter US-Führung etabliert wurde, die die internationale militärische Unterstützung für das Land koordiniert. Ein nächstes Treffen ist im September online geplant.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. August 2022 um 20:00 Uhr.