Überflutete Häuser in der Türkei  | AFP

Schwarzmeerregion Tote nach Überschwemmungen in der Türkei

Stand: 13.08.2021 09:17 Uhr

Während der Südwesten der Türkei von Waldbränden betroffen ist, sorgen im Norden starke Regenfälle für Überschwemmungen und Erdrutsche. Mindestens 27 Menschen kamen laut den Behörden ums Leben.

Hochwasser und Erdrutsche nach schweren Regenfällen haben im Norden der Türkei laut der Katastrophenbehörde Afad bisher mindestens 27 Menschen das Leben gekostet. Die Wassermassen zerstörten am Mittwoch in den Schwarzmeerprovinzen Bartin, Kastamonu, Sinop und Samsun Häuser und Brücken und rissen Autos mit sich. Hubschrauber retteten Menschen, die sich auf Hausdächern in Sicherheit gebracht hatten.

Am schlimmsten betroffen war offenbar Kastamonu, wo weite Teile der Stadt Bozkurt überflutet wurden. Mindestens 13 Menschen wurden verletzt, als in der Provinz Bartin ein Teil einer Brücke einstürzte. Hubschrauber der Streitkräfte brachten 80 Menschen in der Region in Sicherheit. Viele der Gebiete waren ohne Strom und die Dorfstraßen waren blockiert.

Krankenhaus evakuiert

In Sinop musste ein Krankenhaus evakuiert worden. 45 Patienten, darunter vier Intensivpatienten, seien bei dem Einsatz in Sicherheit gebracht worden, teilten die Behörden mit. Gesundheitsminister Fahrettin Koca erklärte, der Einsatz sei wegen eines heftigen Wassereinbruchs erforderlich gewesen. Auf Bildern der Nachrichtenagentur DHA war zu sehen, dass der Boden des Krankenhauses unter Wasser stand.

Das Hochwasser ging mittlerweile zurück, wie die türkische Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Die türkische Schwarzmeerregion wird häufig von schweren Regenfällen und Sturzfluten heimgesucht.

Im Südwesten der Türkei bemühen sich Feuerwehrleute unterdessen, einen Waldbrand in der Provinz Mugla zu löschen, einem bei Touristen beliebten Gebiet an der Ägäis.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. August 2021 um 12:00 Uhr.