Passanten gehen durch die Einkaufsstraße Portal del Angel in Barcelona. | picture alliance/dpa/ZUMA Press

Corona-Pandemie Maskenpflicht in Spanien fällt

Stand: 19.04.2022 18:19 Uhr

Von heute an muss in Spanien fast nirgendwo mehr eine Maske getragen werden. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhäusern und Altenheimen wird die Maskenpflicht vorerst noch aufrechterhalten.

In dem bei deutschen Urlaubern beliebten Land Spanien muss man von heute an fast nirgendwo mehr eine Corona-Schutzmaske tragen. Das entsprechende Dekret wurde vom Kabinett in Madrid gebilligt. Somit entfällt nach rund zwei Jahren die Maskenpflicht in nahezu allen geschlossenen öffentlichen Räumen.

Betreiber können Maske empfehlen

In Geschäften, Supermärkten oder Restaurants ist das Tragen einer Maske also nicht länger verpflichtend, die Betreiber können es ihren Kunden aber weiterhin empfehlen. Künftig entscheiden Unternehmen selbst, ob ihre Mitarbeiter - zum Beispiel in Großraumbüros - weiter Masken tragen müssen.

Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren, Arztpraxen und Altenheimen wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorerst noch aufrechterhalten.

Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte die Regierung auch bei Twitter.

Gefahr hat "deutlich abgenommen"

Die Gefahr, die vom Coronavirus ausgehe, habe "deutlich abgenommen", erklärte Gesundheitsministerin Carolina Darias vor Journalisten nach der Kabinettssitzung. Das sei nicht zuletzt der hohen Impfquote in dem von der Pandemie im Frühjahr 2020 besonders schwer getroffenen Land zu verdanken.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Spanien heute bei knapp 257 (zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 669). Rund 85 Prozent der Bevölkerung hat eine Grundimmunisierung erhalten. In Deutschland sind es ungefähr 76 Prozent.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 19. April 2022 um 19:00 Uhr.