Mark Rutte, Premierminister der Niederlande  | dpa

Corona-Krawalle in den Niederlanden Rutte nennt Randalierer "Idioten"

Stand: 22.11.2021 13:08 Uhr

Seit Tagen kommt es in den Niederlanden zu gewalttätigen Krawallen gegen die Corona-Maßnahmen. Regierungschef Rutte verurteilte die Ausschreitungen als "reine Gewaltexplosion" und nannte die Randalierer "Idioten".

Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat die Krawalle der vergangenen Tage in seinem Land scharf verurteilt. Das sei "eine reine Gewaltexplosion unter dem Deckmantel von Demonstrieren", sagte Rutte in Den Haag. Polizei und Justiz täten nun alles, um die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, so der geschäftsführende Premier weiter.

140 Randalierer festgenommen

In den vergangenen drei Nächten hatte es zum Teil heftige Ausschreitungen in mehreren Städten gegeben. Einige Demonstranten hatten unter anderem Feuerwerkskörper auf die Polizei geworfen und legten Brände.

Auch in der Nacht zum Montag kam es wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Vor allem in Enschede im Osten und Groningen im Norden eskalierten die Proteste. Die Polizei nahm bei den Krawallen seit Freitag insgesamt mehr als 140 Randalierer fest. Oft waren zunächst friedliche Proteste gegen staatliche Corona-Beschränkungen der Auslöser.

Teil-Lockdown verhängt

Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, sagte der Premier. "Aber ich werde nie akzeptieren, dass Idioten reine Gewalt gegen Hilfs- und Einsatzkräfte gebrauchen mit der Ausrede: Wir sind unzufrieden."

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in dem Land seit einer Woche wieder ein Teil-Lockdown. Außerdem ist eine 2G-Regelung für manche Orte in Planung. Damit hätten dort nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene Zutritt.