Ein Landhaus in der Nähe der Stadt Kamensk-Uralski steht in Flammen. | REUTERS

Waldbrände in Russland Lage entspannt sich nur langsam

Stand: 27.08.2021 17:48 Uhr

In Russland lodern nach Angaben der Forstschutzbehörde immer noch 177 Brände auf einer Fläche von rund einer halben Million Hektar. Besonders betroffen ist nach wie vor die Region Jakutien in Sibirien.

Die Situation in den Waldbrand-Gebieten in Russland entspannt sich nur langsam. Die Forstschutzbehörde meldete landesweit noch 177 Brände. Sie wüteten demnach auf einer Fläche von rund einer halbe Million Hektar. Das entspricht in etwa der doppelten Fläche des Saarlands.

Zu Spitzenzeiten brannte es zeitgleich auf mehr als vier Millionen Hektar. Nach wie vor seien mehr als 9000 Helfer im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Sie werden der Behörde zufolge von 33 Löschflugzeugen aus der Luft unterstützt.

Greenpeace spricht von "beispiellosen Bränden"

Die Umweltschützer von Greenpeace sprachen zuletzt von "beispiellosen Bränden" in Russland. Bereits Mitte August sei der Negativrekord aus dem Jahr 2012 gebrochen worden. Damals verbrannten landesweit rund 17 Millionen Hektar Wald und Wiesen.

In Jakutien in Sibirien, rund um die Stadt Irkutsk am Baikalsee und am südlichen Ural, seien die "katastrophalen Feuer" noch immer nicht gelöscht, hieß es. Die Organisation stützt sich bei ihrer Einschätzung laut eigenen Angaben auf öffentlich zugängliche Satellitendaten der russischen Behörden.

Nach Angaben der Behörden sind die Einsatzkräfte in Jakutien derzeit dabei, breitere Brandschneisen zu schlagen, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. In den Sommermonaten kommt es in Russland immer wieder zu verheerenden Bränden. Sie werden durch die Trockenheit begünstigt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk in der Sendung "Umwelt und Verbraucher" am 17. August 2021 um 11:42 Uhr.