Eine Sojus-Trägerrakete startet mit dem Raumschiff Sojus MS-18 zur ISS. | dpa

Auf dem Weg zur ISS Sojus-Rakete erfolgreich gestartet

Stand: 09.04.2021 13:32 Uhr

Kurz vor dem 60. Jahrestag der Weltraumpremiere von Juri Gagarin ist eine Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. An Bord sind zwei Russen und ein US-Amerikaner.

 Von Stephan Laack, WDR-Studio Köln

Pünktlich um 9.42 Uhr Mitteleuropäischer Zeit hob die Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. An Bord sind die russischen Kosmonauten Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow sowie der amerikanische Astronaut Mark T. Vande Hei. Für den Flug zur Internationalen Raumstation ISS benötigen sie gerade einmal dreieinhalb Stunden.

Stephan Laack
Ein Astronaut und zwei Kosmonauten winken zum Abschied. | AFP

Mark T. Vande Hei, Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow kurz vor dem Start Bild: AFP

Frühstück auf der Erde, Abendessen dann im All

"Hey, Expedition 64, deckt den Tisch zum Abendessen. Kann es kaum erwarten, in ein paar Stunden zu euch zu kommen", twitterte Vande Hei vor dem Abheben.

Die ISS wird in der nächsten Woche ziemlich überfüllt sein, da sie schon jetzt sieben Bewohner beherbergt. Normalerweise halten sich sechs Raumfahrer in der Station auf. Drei der überzähligen Crew-Mitglieder kehren erst am 17. April wieder auf die Erde zurück.

Hollywood im All?

Etwas mehr als ein halbes Jahr sollen die drei Astronauten auf der Raumstation verbringen. Während dieser Zeit ist unter anderem die Installation des neuen russischen Forschungsmoduls "Nauka" geplant und außerdem eine Premiere: In Kürze soll auf dem Außenposten der Menschheit mit den Dreharbeiten zum ersten Spielfilm im All begonnen werden.

 60. Jubiläum des ersten Menschen im All

Mit dem heutigen Start der Sojus zur ISS wird an den ersten Flug eines Menschen ins Weltall erinnert. Die Rakete trägt deswegen den Namen Juri Gagarin. Am kommenden Montag, den 12. April, ist es 60 Jahre her, dass er von Baikonur aus zu seiner Pioniertat aufbrach. 

Juri Gagarin | picture alliance / dpa

Am 12. April 1961 schickten die Russen mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All Bild: picture alliance / dpa

Die Startrampe, von der aus seine Rakete Wostok 1 abhob, wird derzeit saniert. Gagarin bescherte damals der Sowjetunion einen riesigen Propaganda-Erfolg. Der Jahrestag am kommenden Montag wird in ganz Russland groß gefeiert. Bis heute wird Gagarin in Russland verehrt. Straßen und Plätze im ganzen Land sind nach ihm benannt. Viele Denkmäler erinnern an den Weltraumhelden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. April 2021 um 13:00 Uhr.