Queen Elizabeth II. vor Flaggen der Commonwealth-Staaten | AFP

Reaktion auf Meghan und Harry Queen nimmt Vorwürfe "sehr ernst"

Stand: 09.03.2021 21:38 Uhr

Harrys und Meghans Vorwürfe schlagen in Großbritannien Wellen: Die Queen nehme die Rassismus-Vorwürfe "sehr ernst", hieß es in einer Erklärung. Ein TV-Moderator kündigte nach Beschwerden über seine Kritik an Meghan seinen Job.

Die britische Königsfamilie will die Vorwürfe von Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry (36) "sehr ernst" nehmen. "Die ganze Familie ist traurig darüber, wie schwierig die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind", hieß es in einer Mitteilung des Buckingham-Palasts. Die angesprochenen Themen, besonders der Rassismus-Vorwurf, seien besorgniserregend. Obwohl die Erinnerung teilweise anders sei, würden die Vorwürfe sehr ernst genommen und von der Familie privat aufgearbeitet, hieß es weiter. "Harry, Meghan und Archie werden immer sehr geliebte Familienmitglieder sein."

Schwere Vorwürfe in einem Interview

Meghan und Harry hatten in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey schwere Vorwürfe gegen die Königsfamilie erhoben. Unter anderem hatten sie der Familie mangelnde Unterstützung vorgeworfen und sie rassistischer Gedankenspiele bezichtigt.

Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es Bedenken gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird", erzählte Meghan. Von welchem Royal diese Aussagen kamen, wollte das Paar nicht sagen - lediglich Queen Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) wurden später ausgenommen. Auch die britische Presse kritisierte sie: Unter der Negativ-Berichterstattung habe sie so gelitten, dass Suizid für sie "ein sehr klarer Gedanke" gewesen sei.

TV-Moderator kündigt nach Streit über Meghan

Der britische Journalist Piers Morgan kündigte seinen Job als Moderator der Sendung "Good Morning Britain" nach Beschwerden über seine Kritik an Meghan. Das teilte der Sender ITV mit. Morgan ist einer der profiliertesten TV-Journalisten des Landes. Er ist für seine beißende Kritik an Politikern und Prominenten bekannt. Mehrfach hatte er sich auch an Meghan abgearbeitet. Deren Vater Thomas Markle war ein häufiger Interview-Gast in "Good Morning Britain".

Nun scheint Morgan den Bogen allerdings überspannt zu haben. Nachdem er am Montag in seiner Live-Sendung Zweifel an dem Bericht Meghans über ihre Suizid-Gedanken während ihrer Zeit am Palast geäußert hatte, kündigte die Medienaufsicht eine Untersuchung an. Sie hatte mehr als 40.000 Beschwerden von Zuschauern erhalten.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 09. März 2021 um 12:07 Uhr.