Papst Johannes Paul der erste.  | picture alliance / -/dpa

Papst macht Weg frei Johannes Paul I. kann seliggesprochen werden

Stand: 13.10.2021 14:04 Uhr

Papst Franziskus hat ein durch Johannes Paul I. bewirktes Wunder offiziell anerkannt. Das teilte der Vatikan mit. Damit ist nun der Weg frei für die Seligsprechung des "33-Tage-Papstes", der ein todkrankes Mädchen geheilt haben soll.

Wenige Tage bevor Johannes Paul I. seinen 109. Geburtstag hätte feiern können, ist der Weg frei für seine Seligsprechung. Papst Franziskus veranlasste dafür, ein Wunder des Verstorbenen anerkennen zu lassen, wie aus einer Mitteilung des Vatikan hervorging.

Heilung eines todkranken Mädchens

Dem Medienportal "Vatican News" zufolge wurde ein damals elfjähriges, todkrankes Mädchen in Buenos Aires am 23. Juli 2011 nach Anrufung von Johannes Paul I. auf wundersame Weise geheilt. Die Initiative, sich um Hilfe an den verstorbenen Johannes Paul I. zu wenden, sei vom Pfarrer der Pfarrei ausgegangen, zu der das Krankenhaus gehörte.

Ein Wunder ist Voraussetzung für eine Seligsprechung. Wann die Seligsprechung vollzogen wird, ist noch unklar, weil Franziskus dafür erst einen Termin festlegen muss.

Johannes Paul I. war nur 33 Tage im Amt

Johannes Paul I. war der erste Papst, der einen Doppelnamen wählte. Auch sonst brach er mit vatikanischen Gepflogenheiten. Bis dato sagten Päpste, wie bei Monarchen üblich, "Wir", wenn sie von sich sprachen. Johannes Paul I. sagte "Ich". Den tragbaren Papstthron benutzte er nur widerstrebend auf Drängen der Kurie. Und der Schweizergarde erließ er den bis dahin verpflichtenden Kniefall in Anwesenheit des Papstes.

Albino Luciani, so der bürgerliche Name von Johannes Paul I., wurde 1912 in Norditalien geboren und war der Sohn eines sozialistischen Arbeiters, der lange Zeit als Emigrant in der Schweiz gearbeitet hatte. Der am 26. August 1978 gewählte Johannes Paul I. war nur bis zu seinem plötzlichen Tod am 28. September 1978 im Amt und ging deshalb als "33-Tage-Papst" in die Kirchengeschichte ein.