Hochwasser überschwemmt nach schweren Unwettern eine Straße in Treffen (Österreich). | dpa

Bundesland Kärnten Ein Toter nach Unwetter in Österreich

Stand: 29.06.2022 15:21 Uhr

Schwere Unwetter sorgen in Teilen Österreichs für Hochwasser und Erdrutsche. Besonders stark betroffen ist Kärnten. Die Behörden riefen den Zivilschutzalarm aus. Es gab mindestens einen Toten.

Ein schweres Unwetter hat im österreichischen Bundesland Kärnten Verwüstungen hinterlassen. Die Behörden riefen für die Gemeinden Treffen am Ossiacher See und Arriach wegen Erdrutschen und reißender Bäche Zivilschutzalarm aus. Die Bevölkerung wurde angewiesen, sich im ersten Stock ihrer Häuser in Sicherheit zu bringen.

Ein Toter, ein Vermisster

Zwei Personen wurden den Einsatzkräften anfangs als vermisst gemeldet. Inzwischen meldete der öffentlich-rechtlicher Sender ORF, eine dieser Personen sei tot geborgen worden. Hilfstrupps mit Suchhunden hatten das Gebiet abgesucht und konnten am Mittag nur noch den Leichnam des Mannes finden. Der 83-Jährige sei von einem Bach mitgerissen worden, bestätigte der örtliche Bezirkshauptmann Bernd Riepan.

Bei der anderen Personen handelt es sich offenbar um einen Autofahrer, der sich noch selbst morgens bei der Landesalarm- und Warnzentrale gemeldet und gesagt hatte, dass er in Klamm zwischen den Muren eingeklemmt sei. So berichtet es der Sender ORF.

Wie der ORF weiter berichtet, wurden mehrere eingeschlossene Menschen mittels Hubschraubern gerettet.

Feuerwehrleute beobachten Einsatzkräfte des Katastropfenschutz bei ihren Arbeiten in Treffen (Österreich). | dpa

Seit Dienstagabend fordert der viele Regen die Feuerwehren. In Tamsweg in Salzburg wurde am Vormittag ebenfalls Zivilschutzalarm ausgelöst. Bild: dpa

Auch Teile Salzburgs betroffen

Das Unwetter verursachte besonders im Gegendtal in der Nähe von Villach schwere Schäden. Die 1400-Einwohner-Gemeinde Arriach war von der Außenwelt abgeschnitten. Alle Verbindungsstraßen seien weggeschwemmt worden, sagte Bürgermeister Gerald Ebner. Häuser wurden zum Teil bis zum ersten Stock verschüttet. Wegen der Schlammmassen war auch die Straße zum Feuerwehrhaus in Treffen zunächst blockiert.

Bereits am Dienstagabend hatte ein Sturm mit Orkanböen in Kärnten Bäume gefällt, Stromleitungen gekappt und Dächer abgedeckt. Gewässer führten Hochwasser, wie es nur alle 30 Jahre vorkomme, sagte Johannes Moser, ein Hydrologe des Bundeslandes.

Neben Kärnten ist sei auch die Lage in Teilen des Bundeslandes Salzburg dramatisch, berichtet der ORF. Seit Dienstagabend fordere der viele Regen die Feuerwehren. In Tamsweg sei am Vormittag ebenfalls Zivilschutzalarm ausgelöst worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Juni 2022 um 18:10 Uhr.