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COP26-Abschlusserklärung "Umfassend und vielfältig"

Stand: 13.11.2021 22:27 Uhr

In der Abschlusserklärung des Klimagipfels werden fossile Brennstoffe als Ursachen für den Klimawandel benannt. Zwar gebe es auch Kritik an dem Papier, sagte ARD-Korrespondent Eckert bei tagesschau24. Dennoch sei die Erklärung umfassend.

Fast 200 Nationen haben sich bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Beim Kohleausstieg wurde auf Drängen Indiens und Chinas in den letzten Minuten allerdings noch eine Formulierung abgeschwächt, um einen Kompromiss zu erzielen. Dennoch sei diese Abschlusserklärung umfassend und vielfältig, sagte ARD-Korrespondent Werner Eckert im Gespräch mit tagesschau24. "Es ist die erste Erklärung, in der Kohle - auch Öl und Gas, die Subventionen dafür - wirklich als Ursache des Problems benannt worden sind", sagte Eckert.

Die Verbrennung fossiler Energien als Ursache für den Klimawandel sei mit der Erklärung von Glasgow erstmals offiziell reflektiert worden, so der Leiter der Umweltredaktion des SWR. "Es ist ein politischer Appell, es ist kein Beschluss, der die Staaten zwingt, jetzt sofort aus Kohle auszusteigen", sagte Eckert. "Es ist ein Appell, schneller als bisher vorgesehen diese Energieform speziell zu beenden und die Subventionen für Öl und Gas herunterzufahren."

In der Erklärung sei zudem festgehalten worden, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase weltweit bis 2030 um 45 Prozent zu reduzieren. "Das wird in den nächsten Jahren erhebliche politische Wirkung entfalten können", sagte Eckert bei tagesschau24.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. November 2021 um 21:15 Uhr.