Italienische Ermittler durchsuchen Pakete mit unter anderem Gesichtsmasken (undatiert), Rom.

Corona-Zertifikate nachgemacht Polizei in Rom sprengt Fälscher-Netzwerk

Stand: 03.07.2021 17:15 Uhr

Der "Grüne Pass" wird immer begehrter, und die Nachfrage lockt Kriminelle an. Italienische Ermittler haben nun ein Fälscher-Netzwerk aufgedeckt, das gefälschte Zertifikate für digitale Impfpässe angeboten haben soll.

Die italienische Polizei hat ein Netzwerk hochgenommen, das gefälschte Corona-Zertifikate für den digitalen Impfpass angeboten hatte. Insgesamt habe es sich um zehn Kanäle und Accounts gehandelt, die die Nutzer zu anonymen Konten auf Marktplätzen im Dark Web führten, teilte die Finanzpolizei in Rom mit. Auf den Online-Handelsplätzen hätten Verkäufer Fälschungen für das digitale Zertifikat gegen eine Bezahlung in Kryptowährungen angeboten.

Der Preis dafür lag der Guardia di Finanza zufolge umgerechnet zwischen 110 und 130 Euro. Tausende Nutzer hätten sich auf den Telegram-Kanälen registriert, hieß es weiter. Dort wurden auch Ampullen mit einem angeblichen Impfstoff gegen Corona zum Kauf angeboten.

Freiheiten im In- und Ausland

Der Nachweis durch das digitale Impfzertifikat bescheinigt den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 und ist für Reisen etwa innerhalb der EU wichtig.

In Italien können die Menschen das Impfzertifikat nach Regierungsangaben verwenden, um zu öffentlichen Veranstaltungen zu gehen. Außerdem ist der Nachweis wichtig für Reisen innerhalb Italiens - wenn man sich in eine Region begibt, die als Corona-Zone mit höherem Infektionsrisiko gilt, oder von dort zurückkommt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Juli 2021 um 13:00 Uhr.