Ballett-Tänzer vor dem "Bagni Misteriosi" in Mailand, Italien. | AFP

Erleichterungen für die Kultur Italien streicht viele Corona-Beschränkungen

Stand: 29.09.2021 04:22 Uhr

Italien will seine Corona-Beschränkungen im Kulturbereich weitgehend aufheben. Voraussetzung ist der "Green Pass". Eine entsprechende Linie hat der Wissenschaftliche Rat der Regierung vorgegeben.

Von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

Für die Museen in Italien gilt: Sie sollen wieder zu 100 Prozent Besucherinnen und Besucher reinlassen dürfen. Bislang ist nur die Hälfte möglich. Auch Freilufttheater und -Kinos dürfen ihre Plätze künftig wieder zu 100 Prozent füllen, drinnen wird die maximale Auslastung auf 80 Prozent erhöht. Es ist eine Rückkehr fast wieder zur Normalität im italienischen Kulturbetrieb, die der Wissenschaftliche Rat der Regierung vorschlägt. Die Regierung selbst hatte darum gebeten, dass von den Wissenschaftlern eine Linie vorgeschlagen wird. Einen entsprechenden Kabinettsbeschluss soll es noch diese Woche geben.

Jörg Seisselberg ARD-Studio Rom

"Green Pass" als Voraussetzung

In dem Dekret soll auch eine höhere Auslastung der Fußballstadien erlaubt werden. Künftig sollen 75 Prozent der Plätze freigegeben werden. Voraussetzung sowohl bei Kultur- als auch bei Sportveranstaltungen in Italien ist, dass die Besucherinnen und Besucher den sogenannten "Green Pass" vorlegen können - als Nachweis, dass sie zumindest einmal geimpft, genesen oder aktuell getestet sind. Während der Veranstaltungen und der Museumsbesuche müssen auch die Abstandsregeln eingehalten werden.

Vor allem Italiens Kulturminister Dario Franceschini hattw sich für die Lockerungen eingesetzt. Museen und Theater seien "sichere Orte", sagte der sozialdemokratische Politiker.

Von Verbänden der Kulturschaffenden wird unter anderem kritisiert, dass für Diskotheken und Clubs noch keine Lockerungen vorgesehen sind. Sie dürfen prinzipiell zwar öffnen; tanzen aber ist weiterhin nicht erlaubt.

Dieser Beitrag lief am 28. September 2021 um 18:38 Uhr im Deutschlandfunk.