Buchstaben und Zahlen leuchten auf einem Bildschirm auf dem ein Hackerwerkzeug läuft. | dpa

Corona-Impfungen nicht betroffen Hacker greifen irischen Gesundheitsdienst an

Stand: 14.05.2021 14:27 Uhr

Wegen eines großen Hackerangriffs hat Irlands öffentlicher Gesundheitsdienst alle IT-Systeme heruntergefahren. Eine Klinik in Dublin musste in den Notbetrieb gehen. Der Angriff soll der Cyberattacke auf eine US-Pipeline ähneln.

Hacker haben Irlands öffentlichen Gesundheitsdienst HSE angegriffen. Die gesamten IT-Systeme seien heruntergefahren worden, um sie vor einem großangelegten Angriff eines Trojaners zu schützen, sagte der Chef von Health Service Executive (HSE), Paul Reid. "Es ist ein sehr ausgefeilter Angriff, nicht nur eine Standardattacke." Reid sprach im irischen Sender RTE von einer "international betriebenen kriminellen Operation". Derzeit werde versucht, das Problem "einzudämmen". 

Die Sicherheit der Patienten sei aber nicht nicht gefährdet. Auch der Ablauf der Corona-Impfungen sowie die Arbeit von Rettungsdienst und Notaufnahmen seien nicht beeinträchtigt. Allerdings wurden in einem Dubliner Krankenhaus alle Termine mit Patienten gestrichen. Nur Schwangere und Notfallpatienten würden noch behandelt.

Ähnliche Ransomware wie bei Pipeline-Angriff

Bei der Cyberattacke wurde nach ersten Erkenntnissen ähnliche Ransomware wie bei dem Hackerangriff auf die größte Pipeline in den USA vor einer Woche verwendet. Diese Attacke war nach Angaben der US-Bundespolizei von der kriminellen Gruppe Darkside ausgeführt worden und hatte zu Panikkäufen an Tankstellen entlang der Ostküste der USA geführt.

Bei sogenannten Ransomware-Attacken werden Daten auf Computern verschlüsselt. Die Angreifer verlangen meist Lösegeld für die Freigabe.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Mai 2021 um 11:00 Uhr.