Ein Foto des Internationalen Olympische Komitees (IOC) zeigt, wie IOC-Präsident Thomas Bach einen Videoanruf mit der Tennisspielerin Peng Shuai tätigt. | AFP

Fall Peng Shuai IOC hält an "stiller Diplomatie" fest

Stand: 07.12.2021 13:34 Uhr

Der Fall der verschwundenen Tennisspielerin Peng Shuai beschäftigt seit heute das IOC-Exekutivkomitee. Vorwürfe an China will Präsident Bach weiterhin vermeiden: Man sei auf einem "erfolgversprechenden Weg".

Von Marcus Tepper, WDR

IOC-Präsident Thomas Bach nannte die "stille Diplomatie" des Internationalen Olympischen Komitees in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa einen "erfolgversprechenden Weg", den man weiter verfolgen werde. Damit hält der Verband an seinem sanften Kurs gegenüber China fest.

Der Gastgeber der kommenden Winterspiele steht nicht nur wegen seiner Menschenrechtsverletzungen in der Kritik, sondern auch aus Sorge um das Wohlergehen der Tennisspielerin Peng Shuai.

"Alle Aspekte des Falls ansprechen"

IOC-Chef Bach versicherte, alle Aspekte dieses Falles, in dem es um den Vorwurf sexueller Übergriffe gegen Shuai durch einen chinesischen Spitzenpolitiker geht, mit Peking zu besprechen.

Der politische Druck auf das IOC und China aber wächst weiter. Zuletzt hatten die USA einen diplomatischen Boykott der Winterspiele im Februar in Peking angekündigt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. November 2021 um 19:33 Uhr und die tagesschau am 06. Dezember 2021 um 20:00 Uhr.