Italienische Fußball Fans vor dem Kolosseum in Rom. | dpa

Italien vor dem EM-Finale "Feiert vernünftig"

Stand: 11.07.2021 11:09 Uhr

In Rom sind beliebte Orte abgesperrt, mehrere Städte in Italien verzichten auf Public Viewing. Die Regierung appelliert, sich an die Corona-Regeln zu halten. Bei einem Sieg wird dennoch mit Feiern auf den Straßen gerechnet.

Von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

"Feiert vernünftig" - das ist der Appell von Innenministerin Luciana Lamorgese an die Italienerinnen und Italiener vor dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft am Abend.

Jörg Seisselberg ARD-Studio Rom

Die Corona-Pandemie sei noch nicht überwunden, betont Lamorgese, deswegen setze sie darauf, dass sich die Italienerinnen und Italiener heute im Umfeld des Finales verantwortungsbewusst zeigen und die Anti-Corona-Regeln einhalten.

Allein in der Hauptstadt Rom sollen mehr als 1000 Ordnungskräfte darauf achten, dass mögliche Feiern nach dem Spiel nicht aus dem Ruder laufen. Bereits jetzt sind beliebte Orte für Jubelfeste abgesperrt, wie der Platz vor dem Trevi-Brunnen und die Spanischen Treppe.

Keine Busse von Spielbeginn bis zum Morgen

Ab Spielbeginn um 21 Uhr werden in der Hauptstadt bis zum frühen Morgen keine Busse mehr fahren. Zahlreiche italienische Städte verzichten aus Furcht vor unkontrollierbaren Menschenansammlungen auf Großbildleinwände und Fanfeste. Unter anderem in Mailand, Turin, Neapel und Palermo wird es keine Angebote für Public Viewing geben.

Nur zwei kleine Fanareale

In Rom wurden Überlegungen gestoppt, ein gemeinsames Schauen des Finales im Olympiastadion anzubieten. Wie schon bei den bisherigen Spielen der Euro gibt es in der italienischen Hauptstadt nur zwei kleine Fanareale in der Innenstadt für maximal 2000 vorangemeldete Besucherinnen und Besucher.

Spontane Jubelfeste bei Sieg erwartet

Das Staatsfernsehen RAI berichtete, die Mehrzahl der Italienerinnen und Italiener werde das Spiel zu Hause sehen. Bei einem Erfolg des italienischen Nationalteams wird dennoch mit spontanen Freudenfesten auf den Straßen gerechnet.

 

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 11. Juli 2021 um 10:36 Uhr.