Emmanuel Macron | AP

Schlag französischer Soldaten IS-Anführer der Sahelzone getötet

Stand: 16.09.2021 03:23 Uhr

Französische Streitkräfte haben den Anführer der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" in der Sahelzone getötet. Wie Frankreichs Präsident Macron auf Twitter mitteilte, wurde Adnan Abu Walid al-Sahrawi "neutralisiert".

Den französischen Streitkräften ist ein bedeutender Schlag gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gelungen. Der Anführer der IS der westafrikanischen Sahelzone (IS-GS), Adnan Abu Walid al-Sahrawi, sei von französischen Streitkräften ausgeschaltet worden, teilte der französische Präsident Emmanuel Macron in der Nacht auf Twitter mit.

"Das ist ein weiterer großer Erfolg in unserem Kampf gegen terroristische Gruppen in der Sahelzone", schrieb Macron.

Mehr Gewalt durch islamistische Gruppen in der Region

Al-Sahrawis Gruppe hatte 2017 einen tödlichen Anschlag auf US-Soldaten verübt. Im August 2020 habe Al-Sahrawi persönlich die Ermordung von sechs französischen Wohltätigkeitshelfern und ihrem nigerianischen Fahrer angeordnet, erklärte Macrons Büro.

Wegen der wachsenden Gewalt in der Sahelzone dringt Frankreichs Präsident seit Jahren auf die Unterstützung anderer europäischer Länder. Frankreich hat derzeit im Rahmen des Kampfeinsatzes Barkhane 5100 Soldaten in der Sahelzone stationiert, will deren Zahl aber bis Anfang 2022 auf etwa die Hälfte reduzieren und den Kampfeinsatz beenden.

In Frankreich wie in den Sahelstaaten stand die Mission mangels Erfolgen zuletzt zunehmend in der Kritik. Die Soldaten unterstützen die Truppen der sogenannten G5-Sahelstaaten Mali, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Tschad im Kampf gegen extremistische Gruppen. Die Bundeswehr ist im Rahmen von UN- und EU-Missionen ebenfalls mit mehreren hundert Soldaten in Mali vertreten. Seit dem vergangenen Jahr gibt es auf Druck Frankreichs in der Region auch eine europäische Einsatzgruppe namens Takuba.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. September 2021 um 05:00 Uhr.