Polizisten im Streifenwagen sprechen eine Frau an, die am Abend noch in Rotterdam unterwegs ist. | dpa

Corona-Pandemie Niederlande werden Hochinzidenzgebiet

Stand: 04.04.2021 16:10 Uhr

Die Bundesregierung hat die Niederlande als Corona-Hochinzidenzgebiet eingestuft. Ab Dienstag gelten verschärfte Regeln für Einreisen aus dem Nachbarland. An den Grenzen wird es Kontrollen geben.

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Das teilte das RKI auf seiner Internetseite mit. Nach EU-Angaben wiesen die Niederlande einen Inzidenzwert von 554 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen auf, mehr als doppelt so viel wie in Deutschland.

Alle Menschen, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen bereits bei der Einreise einen Bescheid über einen Negativ-Test auf das Coronavirus vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Flugreisende müssen diesen Nachweis bereits vor dem Abflug vorlegen. Lediglich für Pendler, Beschäftigte im Güterverkehr und für Transitreisende gelten erleichterte Regeln.

Kontrollen an der Grenze

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rief dazu auf, generell zu den Niederlanden "den Grenzverkehr auf das Notwendige zu reduzieren". Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen seien "ein wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung".

Die NRW-Landesregierung kündigte an, die Polizei werde die Einhaltung der Testpflichten ab Dienstag durch Stichprobenkontrollen überwachen - ähnlich wie dies bereits an der deutsch-französischen Grenze praktiziert wird.

Von den unmittelbaren Nachbarländern Deutschlands sind derzeit neben den Niederlanden auch Frankreich, Polen und Tschechien als Hochinzidenzgebiete ausgewiesen, in denen es besonders viele Infektionen mit dem Coronavirus gibt. Der französische Bezirk Moselle gilt zudem als Virusvariantengebiet, in dem Mutanten des Coronavirus besonders stark verbreitet sind.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. April 2021 um 14:55 Uhr.