Eine Frau erfrischt sich an einem Ventilator mit Wassernebel neben dem Kolosseum in Rom. | dpa

EU-Daten Europas heißester Sommer

Stand: 07.09.2021 17:35 Uhr

Das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hat Zugriff auf Daten, die bis ins Jahr 1979 reichen, doch einen so heißen Sommer wie dieses Jahr gab es in all den Jahren auf dem Kontinent noch nie. Besonders im Süden hatte das verheerende Folgen.

Die diesjährigen Sommermonate Juni, Juli und August waren in Europa die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus (C3S) mit.

Demnach lag die durchschnittliche Temperatur fast ein Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Die bislang wärmsten Sommermonate waren in den Jahren 2010 und 2018 verzeichnet worden und jeweils etwa 0,1 Grad kühler als in diesem Jahr.

Im August gewaltige Unterschiede zwischen Süden und Norden

Im August waren die Temperaturen zwar in Europa insgesamt nahe am Durchschnitt, allerdings erlebten die Menschen den Monat sehr unterschiedlich: Während im Mittelmeerraum mehrere Hitzerekorde gebrochen wurden, war es im Norden des Kontinents eher kühler als gewöhnlich.

Das EU-Programm verwies auf die am 11. August auf Sizilien gemessenen 48,8 Grad. Wenn dieser Wert von der Weltorganisation für Meteorologie bestätigt würde, handele es sich um die höchste jemals in Europa gemessene Temperatur. Die Hitzewelle, die auch Spanien, Griechenland und die Türkei betraf, habe zu "günstigen Bedingungen" für die verheerenden Brände in der Region beigetragen.

Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Er stützt sich auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus sowie Modellrechnungen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. September 2021 um 20:00 Uhr.