Bäume stehen in Flammen während der Brände in der Nähe von Oristano  | dpa

Feuer in Italien, Frankreich und Spanien Brände wüten in Mittelmeer-Region

Stand: 26.07.2021 08:41 Uhr

In der Mittelmeer-Region wüten Flächenbrände. Auf der italienischen Urlaubsinsel Sardinien mussten 1200 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Brände gibt es auch in Frankreich und Spanien.

In mehreren europäischen Ländern sorgen größere Buschfeuer für Probleme. Betroffen sind Teile von Frankreich, Spanien und Italien.

Auf der italienischen Urlaubsinsel Sardinien mussten rund 1200 Menschen ihre Häuser verlassen, berichtete der Sender Rai News. Auch verängstigte Touristen seien aus dem Küstenort Porto Alabe geflohen. "Es ist eine beispiellose Katastrophe", sagte der Gouverneur der Insel, Christian Solinas. Rund 20.000 Hektar seien schon in Flammen aufgegangen. Die Katastrophenschutzbehörde erklärte, die Gefahr sei weiterhin "extrem".

Hilfe aus anderen Ländern

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio bat bei Facebook um Hilfe aus anderen europäischen Staaten. Zwei Flugzeuge aus Frankreich und zwei aus Griechenland trafen bereits ein, um bei den Löscharbeiten zu helfen. Laut Feuerwehr waren rund 7500 Rettungskräfte im Einsatz, um unter anderem bei den Evakuierungen zu helfen. Laut Rai News musste unter anderem eine Pflegeeinrichtung evakuiert werden.

1000 Feuerwehrleute in Frankreich

In Frankreich brannte es im bergigen Busch- und Waldland zwischen den Städten Narbonne und Carcassonne. Dort haben die französischen Behörden mehr als 1000 Feuerwehrleute und Retter eingesetzt. Das teilte Innenminister Gérald Darmanin via Twitter mit. Zudem waren Löschflugzeuge im südfranzösischen Département Aude im Einsatz. Verletzt wurde nach Medienberichten niemand.

Die Region am Mittelmeer ist bei Urlaubern beliebt. Es brannte auf einer Fläche von rund 8,5 Quadratkilometern. Das Feuer hatte sich aus bisher unbekannter Ursache entzündet und sich dann ausgebreitet.

Am Samstag löste der Brand Stromausfälle aus, da es bei einer Hochspannungsleitung eine Störung gab. Allein in Frankreich waren zwischenzeitlich über 100.000 Haushalte betroffen, wie der Netzbetreiber RTE mitteilte.

Im Nordosten Spaniens geriet am Wochenende ein Waldbrand rund 100 Kilometer westlich von Barcelona außer Kontrolle. Die Flammen hätten bisher 1100 Hektar Wald- und Ackerland zerstört, teilte die Forstbehörde Kataloniens auf Twitter mit. Es bestehe die Gefahr, dass Wind bei hohen Temperaturen um die 30 Grad und großer Trockenheit das Feuer weiter anheizen werde und es sich in Richtung der Provinz Barcelona ausbreiten könnte. Bis zu 5000 Hektar seien unmittelbar bedroht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Juli 2021 um 06:00 Uhr.