Archiv: Bereits vergangene Woche hatte es in der belgischen Stadt Dinant nach heftigen Regenfällen strake Überschwemmungen gegeben | dpa

Nach Überschwemmungen Erneut Unwetter in Belgien

Stand: 25.07.2021 00:12 Uhr

In Belgien haben Unwetter wieder schwere Schäden verursacht. Autos wurden weggeschwemmt und blockierten einen Bahnübergang. Der Verkehr war aber bereits zuvor wegen des Hochwassers eingestellt worden.

In Belgien sind bei erneuten Unwettern zahlreiche Autos weggeschwemmt worden. In der Stadt Dinant blockierten die vom Wasser mitgerissenen Fahrzeuge einen Bahnübergang, wie die Nachrichtenagentur Belga am Abend unter Berufung auf das Bahnunternehmen Infrabel berichtete. Der Bahnverkehr sei wegen des Hochwassers Mitte Juli aber bereits eingestellt gewesen.

Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTBF berichtete, war auch die Stadt Namur in der gleichnamigen Provinz von Überschwemmungen betroffen. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer westlich von Aachen. "Es ist eine Katastrophe", zitiert Belga die Feuerwehr. Die Situation ist laut dem nationalen Krisenzentrum jedoch "nicht vergleichbar" mit den Überschwemmungen vom 14. und 15. Juli.

Neben Namur und Dinant seien noch weitere Städte und Dörfer betroffen, berichtete Belga. Unter anderem wurde von Erdrutschen in Wallonisch-Brabant südlich von Brüssel berichtet. In der Provinz Antwerpen im Norden des Landes habe es wetterbedingte Einsätze der Feuerwehr gegeben. Es sei Wasser in Häuser geströmt, zudem habe ein Blitz ein Haus getroffen. Über Tote oder Verletzte wurde bis in die Nacht zunächst nichts bekannt.

36 Tote durch Unwetter vergangene Woche

Ähnlich wie in Deutschland war es auch in Belgien vor gut einer Woche zu heftigem Unwetter mit Todesopfern gekommen. Zahlen von Freitag zufolge starben 36 Menschen, es werden immer noch mehrere Menschen vermisst. Es gebe zahlreiche Anrufe, man wisse nicht, wo einem der Kopf stehe, heißt es weiter.

Zerbeulte Autos in der belgischen Stadt Pepinster nach dem Unwetter der vergangenen Woche | REUTERS

Zerbeulte Autos in der belgischen Stadt Pepinster nach dem Unwetter der vergangenen Woche Bild: REUTERS

Mehr als 120 Städte, Gemeinden, Dörfer in Belgien waren von den Wassermassen getroffen worden, nachdem Flüsse nach heftigen Regenfällen überliefen. Verbeulte und teils zwischen Mauern eingekeilte Autos zeugen dort nach wie vor noch von der Gewalt des Wassers.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juli 2021 um 09:07 Uhr.