Das Kreuzfahrtschiff "Aida Nova" im Hafen von Lissabon. | picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Fälle bei Crewmitgliedern Corona-Infektionen - "AIDAnova" im Hafen

Stand: 01.01.2022 15:20 Uhr

Wegen Dutzender Corona-Fälle bei der Besatzung der "AIDAnova" sitzt das Kreuzfahrtschiff vor Lissabon fest. 3000 Passagiere mussten in der Silvesternacht im Hafen bleiben. Wann sie weiter können, ist unklar.

Wegen mehrerer Dutzend Corona-Infektionsfälle bei der Besatzung verzögerte sich die Weiterfahrt des Kreuzfahrtschiffs "AIDAnova" aus dem Hafen der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.

Die geplante Fahrt zum Betrachten des spektakulären Silvester-Feuerwerks über dem Hafen von Funchal auf der Atlantik-Insel Madeira fiel aus, was einigen Passagieren laut Berichten in den sozialen Netzwerken die Silvester- und Partylaune vermieste: Sie mussten die Neujahrsnacht ungeplant im Hafen von Lissabon verbringen.

Nach Angaben der Betreiberfirma AIDA Cruises in Rostock waren die positiven Corona-Fälle bei Routinetests frühzeitig entdeckt worden, die Infizierten seien in Abstimmung mit den Behörden in Lissabon an Land untergebracht, hieß es. Sie hätten lediglich milde Symptome und würden medizinisch betreut.

Keine Infektionsfälle unter Gästen

Der Lissaboner Hafendirektor sprach von 52 von 1353 Crewmitgliedern, die positiv getestet worden seien. Auf dem Schiff seien 2844 Touristen, unter denen es keinen positiven Fall gebe, wurde der Hafenkommandant von der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa zitiert.

Die portugiesischen Behörden erteilten der "AIDAnova" inzwischen ungeachtet der ausgedünnten Besatzung eine Auslaufgenehmigung. Wann das Schiff seine Reise zu den Kanarischen Inseln fortsetzen wird, ist laut Betreiberfirma aber noch nicht klar: Abzuwarten sei die Anreise wichtiger Crewmitglieder. Die Kreuzfahrtgäste dürfen das Schiff den Angaben zufolge jedoch ohne Einschränkungen verlassen.

Nach Angaben von AIDA Cruises müssen alle Menschen an Bord der "AIDAnova" ab dem zwölften Lebensjahr geimpft sein und vor Reiseantritt sowohl einen Antigen- als auch einen PCR-Test machen.

Über dieses Thema berichtete NDR 1 Radio MV am 02. Januar 2022 um 15:00 Uhr.