Drogenkonsum

Niederlande stoppen Drogentourismus Kiffen nur noch mit Hanfpass

Stand: 08.01.2021 16:56 Uhr

Die Niederlande wollen dem Drogentourismus den Garaus machen - und stoppen damit auch Shoppingtouren aus Deutschland. Ab dem 1. Mai darf Cannabis in den holländischen Provinzen Zeeland, Nord-Brabant und Limburg nur noch an Bürger verkauft werden, die in den Niederlanden gemeldet sind, wie die Polizei Viersen mitteilte.

Drogenkonsum

Kein Joint mehr ohne holländischen Ausweis: Die Niederlande machen Ernst.

Die Coffeeshops werden nach einem Beschluss der Regierung in Den Haag in Vereine umgewandelt, in denen nur noch die Mitglieder bis zu fünf Gramm Cannabisprodukte kaufen dürfen - und zwar gegen Vorlage einen Ausweises. Den sogenannten Hanfpass bekommt man allerdings nur, wenn man einen Wohnsitz innerhalb der Niederlande mit einem amtlichen Schreiben nachweisen kann.

Andere Provinzen ziehen nach

Die deutschen Beamten stellen sich bereits auf Hamsterkäufe in den kommenden zwei Wochen ein: Die Kontrollen im Grenzgebiet sollen verschärft werden, ließ die Polizei wissen. Auch das Ausweichen auf andere niederländische Provinzen dürfte nur noch kurz von Erfolg gekrönt sein: 2013 will die Regierung dort mit der verschärften Drogenpolitik nachziehen.

Bislang durften auch Deutsche in Coffeeshops bis zu fünf Gramm Cannabis kaufen. Dies hatte zu einem starken Drogentourismus geführt.

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KOMMENTARE

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Lucius Annaeus 17.04.2012 • 01:46 Uhr

@Traugott Emanue...

"Die Alloohhhohoholliker landen da schon eher beim Facharzt für Internes, Leber &Co... " Das ist eine weitverbreitete Fehlannahme. Informieren sie sich bitte über das Korsakow-Syndrom und ähnliche auf den Alkoholkonsum zurückzuführende Demenzerscheinungen. Im fortgeschrittenen Stadium können Betroffene nicht mal mehr selbstständug mit Messer und Gabel essen.