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Interview

Kramp-Karrenbauer zur Wahl "Das müssen die Sozialdemokraten erklären"

Stand: 16.07.2019 21:39 Uhr

Für die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer ist die Wahl von der Leyens ein "historischer Tag". Dass der Koalitionspartner SPD nicht für sie stimmen wollte, darüber werde man "noch einmal sprechen müssen", sagte sie in den tagesthemen.

Mit Ursula von der Leyen sei eine Pro-Europäerin zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden, zum ersten Mal seit mehr 50 Jahren würde ein Politikerin aus Deutschland den Posten besetzen - für die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist der heutige Tag "historisch" , wie sie im Interview mit den tagesthemen sagte.

Dass von der Leyen mit ihrer Rede zu viele Zugeständnisse gegenüber Sozialdemokraten und Grünen gemacht habe, glaubt die CDU-Vorsitzende nicht: Klimaschutz und Mindestlohn gehören zu den vielen Themen, "die Menschen in Deutschland und Europa auf den Nägeln brennen würden". Deshalb sei es wichtig, dass von der Leyen sie angesprochen habe, sagte Kramp-Karrenbauer.

Kritik am Koalitionspartner SPD

Obwohl die deutschen Sozialdemokraten nicht für von der Leyen stimmen wollten, werde die Große Koalition nicht daran zerbrechen, meinte die CDU-Chefin. Allerdings werde man über die "Kampagne der SPD in Brüssel" noch einmal sprechen müssen: "Die Sozialdemokraten müssen jetzt den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland erklären, warum sie an diesem Tag nicht für jemanden aus eigener Regierung, aus der Großen Koalition, nicht die Hand heben konnten."

Zur Nachfolge für von der Leyen im Verteidigungsministerium wollte Kramp-Karrenbauer nicht sagen: Wenn die Entscheidungen getroffen werden, werde sie sie entsprechend kommunizieren.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 16. Juli 2019 um 22:30 Uhr.