Jens Spahn | Bildquelle: dpa

Corona-Pandemie Nur noch zehn Tage Quarantäne für Reisende

Stand: 04.09.2020 16:28 Uhr

Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, muss derzeit in der Regel für 14 Tage in Quarantäne. Die EU-Gesundheitsminister beschlossen nun, diese Zeit um vier Tage zu verkürzen. Zudem soll mehr Geld für Impfstoffe bereit gestellt werden.

Die Europäische Union will die Quarantäne für Reisende aus Risikogebieten verkürzen. Die Gesundheitsminister der EU-Mitgliedsstaaten hätten sich darauf verständigt, dass diese aber mindestens zehn Tage dauern soll, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach einer Videokonferenz mit seinen Ministerkollegen unter seiner Leitung. Ob die Quarantäne mit einem negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden darf, müsse weiter debattiert werden.

Spahn sagte, er könne sich gut vorstellen, dass Deutschland nach einer Abstimmung mit den Bundesländern die zehntägige Frist übernehme. Sollte ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden können, werde Deutschland auch eine Frist von fünf Tage prüfen. Als Risikogebiete sind große Teile der Welt und auch Europas eingestuft. Dazu gehören ganz Spanien mit den Urlaubsgebieten der Balearen und Kanaren sowie Regionen auf dem Balkan.

Gesundheitspolitiker für verkürzte Quarantäne nach Rückkehr aus Risikogebieten
Tagesthemen 21:45 Uhr, 04.09.2020, Tom Schneider, ARD Berlin

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Budget für Impfstoffe aufstocken

Weiter erwäge die EU, die Mittel von 2,15 Milliarden Euro für den gemeinsamen Kauf von Impfstoffen aufzustocken, sagte Spahn. Er sprach von bis zu 750 Millionen Euro zusätzlich, für die sich die Mehrheit der Länder ausgesprochen habe. Auch Deutschland sei bereit, seinen Anteil daran zu tragen.

Er verwies darauf, dass auf EU-Ebene bereits ein Vertrag für einen späteren Impfstoff mit der Firma AstraZeneca geschlossen worden sei. Sieben Verträge mit weiteren Firmen und unterschiedlichen Technologien seien in den nächsten Wochen und Monaten geplant. Damit sollten Entwicklung und Produktion mit vorfinanziert werden. "Das Ziel ist, wenn es einen Impfstoff gibt, soll er für alle EU-Bürgerinnen und -Bürger gleichermaßen fair zugänglich sein."

Spahn stellte fest, dass - anders als am Anfang der Pandemie - die EU-Mitgliedsstaaten inzwischen das Verständnis für ein gemeinsames Vorgehen entwickelt hätten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. September 2020 um 18:00 Uhr.

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