US-Verteidigungsminister Mark Esper bei einen Pressekonferenz im Pentagon | Bildquelle: REUTERS

US-Verteidigungsminister Esper Keine konkreten Belege für Anschlagspläne

Stand: 13.01.2020 00:17 Uhr

Laut US-Präsident Trump waren konkrete Anschlagspläne auf amerikanische Botschaften der Grund für die Tötung des iranischen Generals Soleimani. Pentagon-Chef Esper relativierte diese Aussage nun.

US-Verteidigungsminister Mark Esper sind keine konkreten Beweise vorgelegt worden, dass der Iran Angriffe auf amerikanische Botschaften geplant habe. Das sagte der Pentagon-Chef dem Fernsehsender CBS. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump jedoch die Tötung des iranischen Generals Kassen Soleimani mit eben solchen Plänen gerechtfertigt.

"Wir haben es getan, weil sie unsere Botschaft in die Luft sprengen wollten", so Trump am Freitag. Ein rascher Angriff auf Soleimani sei notwendig gewesen, weil Geheimdiensterkenntnisse gezeigt hätten, dass der Iran möglicherweise vier amerikanische Botschaften angegriffen hätte.

US-Verteidigungsminister Esper relativiert Aussagen Trumps
tagesschau 12:00 Uhr, 13.01.2020, Angela Ulmrich, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Gespräche weiterhin möglich

Esper relativierte diese Aussagen nun. "Der Präsident hat nicht auf ein spezifisches Beweismittel verwiesen", sagte der Verteidigungsminister. "Was der Präsident gesagt hat, ist, dass es möglicherweise weitere Angriffe auf Botschaften geben könnte." Auf die Frage, ob Geheimdienstler konkrete Beweise dafür vorgelegt hätten, sagte Esper: "Ich habe keinen mit Blick auf die vier Botschaften gesehen."

Die Lage am Persischen Golf war eskaliert, nachdem die USA den iranischen General Kassem Soleimani in der Nacht am 3. Januar in Bagdad gezielt getötet hatten. Der Iran hatte fünf Tage später mit einem - angekündigten - Raketenangriff auf zwei von den USA genutzte Militärstützpunkte im Irak geantwortet. Tote gab es dabei nicht. Als Reaktion auf den Angriff verkündete die US-Regierung am Freitag neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran.

Das zerstörte Fahrzeug von Kassem Soleimani. | Bildquelle: IRAQ'S SECURITY MEDIA CELL HANDO
galerie

Die USA hatten General Soleimani am 3. Januar gezielt getötet.

Trotz der jüngsten Verschlechterung der Verhältnisse wollte Esper Gespräche zwischen Washington und Teheran nicht ausschließen. Trump sei weiterhin bereit, sich ohne Vorbedingungen mit der iranischen Führung zu treffen, so der Pentagon-Chef. "Das Angebot steht noch", so Esper. "Wir sind bereit dazu, uns hinzusetzen und ohne Vorbedingungen einen neuen Weg nach vorne zu diskutieren, eine Reihe von Schritten, durch die der Iran zu einem normaleren Land wird."

Verteidigungsminister Mark Esper - keine Beweise für Angriffspläne auf Botschaft
Arthur Landwehr, ARD Washington
13.01.2020 06:54 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau100 am 13. Januar 2020 um 04.48 Uhr.

Darstellung: