Das Logo von Facebook auf einem Smartphone. | Bildquelle: AFP

Mögliche Wettbewerbsverstöße US-Staaten überprüfen Facebook

Stand: 06.09.2019 18:13 Uhr

Eine Allianz mehrerer US-Bundesstaaten hat kartellrechtliche Untersuchungen gegen Facebook eingeleitet. Es soll geprüft werden, ob das Unternehmen den Wettbewerb behindert und Nutzerdaten gefährdet hat.

Mehrere US-Bundesstaaten haben gegen Facebook eine gemeinsame Untersuchung wegen möglicher Kartellrechtsverstöße eingeleitet. Es solle herausgefunden werden, ob das Unternehmen die Nutzer in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt und die Preise für Werbeanzeigen in die Höhe getrieben habe, kündigte die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats New York, Letitia James, an. Außerdem werde geprüft, ob Facebook Verbraucherdaten in Gefahr gebracht habe.

Laut James haben sich Generalstaatsanwälte beider Parteien und aus unterschiedlichen Staaten für die Ermittlungen zusammengeschlossen. "Sogar die größte Sozialmedien-Plattform der Welt muss das Gesetz beachten und die Verbraucher respektieren", sagte sie. Im Fokus der Untersuchung stehe Facebooks "Dominanz in der Branche und das mögliche wettbewerbswidrige Verhalten, das aus dieser Dominanz" resultiere.

Facebook wurde im vergangenen Jahr von mehreren Datenschutzskandalen erschüttert. Das Unternehmen erklärte, konstruktiv mit den Staatsanwälten zusammenarbeiten zu wollen.

Auch Untersuchung gegen Google?

Das "Wall Street Journal" und die "Washington Post" berichteten unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass eine Gruppe von Generalstaatsanwälten am Montag außerdem eine separate Untersuchung gegen Google bekannt geben werde. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht.

Das US-Justizministerium hatte bereits im Juli die Aufnahme kartellrechtlicher Ermittlungen gegen Technologiekonzerne angekündigt. Damals hieß es, es solle untersucht werden, ob Online-Plattformen den freien Wettbewerb eingeschränkt, Innovation unterdrückt oder auf andere Weise den Nutzern geschadet hätten. Firmennamen wurden nicht genannt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. September 2019 um 17:00 Uhr.

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