Indonesien Tote bei Erdrutschen auf Sumatra

Stand: 13.10.2018 12:57 Uhr

Die indonesische Insel Sumatra wird von schweren Erdrutschen und Überschwemmungen heimgesucht. Mehr als 20 Menschen kamen bislang ums Leben, mehrere weitere sind vermisst. Auf Sulawesi kam es erneut zu einem Beben.

Auf Sumatra sind mindestens 27 Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen. Wie die nationale Katastrophenschutzbehörde mitteilte, gelten 15 Menschen als vermisst.

Der Norden und Westen der indonesischen Insel wird seit Tagen von heftigen Regenfällen heimgesucht. Die Folge sind Erdrutsche und schwere Überschwemmungen.

Internat von Erde und Wasser überflutet

Elf der Toten sind einem Sprecher des Katastrophenschutzes zufolge aus einem Internat im Distrikt Mandailing Natal geborgen worden, das am Freitag von Wasser- und Erdmassen überflutet worden war.

"Die Zahl der Vermissten könnte noch steigen, weil dort noch mehr Menschen unter Erdmassen und Trümmern einstürzender Wände begraben sein könnten", sagte er. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten liefen auf Hochtouren.

Auf der Insel Sulawesi stehen Frauen in den Trümmern eines Hauses, in dem ein Verwandter lebte. | Bildquelle: AP
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Auf Sulawesi stehen Frauen in den Trümmern eines Hauses, in dem ein Verwandter lebte. In der Nacht zum Samstag erschütterte erneut ein schwerer Erdstoß die Insel.

Erneuter Erdstoß auf Insel Sulawesi

Auf der weiter östlich gelegenen indonesischen Insel Sulawesi kam es zu einem erneuten Erdstoß der Stärke 5,6. Über Schäden oder Opfer gab es zunächst keine Angaben.

Vor zwei Wochen war der Westen Sulawesis von einem Erdbeben der Stärke 7,4 und einem anschließenden Tsunami erfasst worden. In der Folge verflüssigte sich der Boden um die Küstenstadt Palu, ganze Dörfer verschwanden unter den Erdmassen.

Behörden bestätigten bislang 2000 Tote, Tausende Einwohner Sulawesis gelten weiterhin als vermisst.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Oktober 2018 um 13:00 Uhr.

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