Türkische Soldaten in der Nähe der syrischen Stadt Manbij | Bildquelle: AP

Syrien-Offensive Erdogan lehnt Waffenstillstand ab

Stand: 16.10.2019 04:04 Uhr

"Wir werden niemals eine Waffenruhe erklären", sagte Erdogan in Richtung Washington, wo US-Präsident Trump ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert hat. Dessen Vize und Außenminister brechen heute auf, um zu vermitteln.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Forderungen der USA nach einer sofortigen Waffenruhe nach dem Einmarsch seiner Truppen in Nordsyrien kategorisch abgelehnt.

"Wir werden niemals eine Waffenruhe erklären", sagte er nach einem Bericht von CNN-Türk im Gespräch mit Journalisten auf dem Rückflug von einem Besuch in Aserbaidschan. Die türkischen Truppen müssten erst ihr Ziel erreichen, und das sei die Einrichtung einer Schutzzone entlang der Grenze.

USA verhängen Sanktionen gegen die Türkei und fordern sofortigen Waffenstillstand in Syrien
tagesthemen 22:15 Uhr, 15.10.2019, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Pence soll vermitteln

US-Vizepräsident Mike Pence bricht heute zusammen mit Außenminister Mike Pompeo zu einer Vermittlungsmission in dem Konflikt zwischen der Türkei und den Kurdenmilizen in Nordsyrien auf. Für Donnerstag ist nach Angaben des Weißen Hauses ein Treffen von Pence mit Erdogan geplant.

Erdogan gibt sich unbeeindruckt

Von den durch die USA verhängten Sanktionen gegen die Türkei zeigte sich Erdogan wenig beeindruckt. "Über Sanktionen müssen wir uns keine Sorgen machen", sagte er. Am Montag hatten die USA eine sofortige Waffenruhe in dem Konflikt gefordert, eine Vermittlungsmission von Pence in Aussicht gestellt und wegen des türkischen Einmarsches in Nordsyrien Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Zwei Ministerien und drei Minister wurden mit Strafmaßnahmen belegt.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Oktober 2019 um 22:18 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema am 16. Oktober 2019 die tagesschau um 06:00 Uhr.

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