Helfer suchen nach dem Erdbeben in der Türkei nach Überlebenden | Bildquelle: REUTERS

Mindestens 20 Tote Erdbeben erschüttert Osten der Türkei

Stand: 25.01.2020 10:40 Uhr

Eingestürzte Häuser und mindestens 20 Tote: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat die Provinzen im Osten der Türkei schwer getroffen. Die Regierung verspricht rasche Maßnahmen, um den Hunderten Verletzten zu helfen.

Bei einem schweren Erdbeben sind im Osten der Türkei mindestens 20 Menschen getötet und mehr als 900 verletzt worden. Das teilte die Katastrophenschutzbehörde Afad mit. Das Beben habe die Stärke 6,8 gehabt und sei von mehr als hundert kleineren Nachbeben gefolgt worden. Mehrere Gebäude stürzten ein. Staatliche Medien berichteten von rund 30 Menschen, die unter den Trümmern verschüttet liegen sollen.

Laut dem Katastrophenschutz kamen 15 Menschen in der Provinz Elazig ums Leben, 4 in der Provinz Malatya. Insgesamt seien mindestens 922 Menschen in sieben Provinzen verletzt worden.

Schweres Erdbeben in der Osttürkei
tagesschau24 12:00 Uhr, 25.01.2020, Christian Buttkereit, ARD Istanbul

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Krisenstellen eingerichtet

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, es würden alle Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. In einem Tweet wünschte er den Verletzten schnelle Heilung und den Toten die Gnade Gottes. Außerdem habe er mehrere Minister in die Region entsandt, darunter Gesundheitsminister Fahrettin Koca und Innenminister Süleyman Soylu.

Aus dem Verteidigungsministerium hieß es, es seien Krisenstellen eingerichtet worden, um Such- und Rettungsmissionen zu unterstützen. Das Militär ließ mitteilen, es stehe bereit, falls seine Hilfe benötigt werde. Die Katastrophenschutzbehörde meldete, sie habe Hunderte Helfer sowie Zelte, Betten und Decken in die Region geschickt. Anders als die Behörde gab die türkische Kandilli-Erdbebenwarte die Stärke des Bebens laut Anadolu mit 6,5 an. Das Zentrum lag in der Provinz Elazig im Bezirk Sivrice.

Immer wieder schwere Erdbeben

Die Türkei ist besonders erdbebengefährdet. Eines der tödlichsten Beben war eines der Stärke 7,6 im Jahr 1999 mit Epizentrum in Gölcük südöstlich von Istanbul. Damals gab es Zehntausende Verletzte und Tote.

Bergungsarbeiten nach schwerem Erdbeben in Türkei
Miriam Staber, ARD Istanbul
25.01.2020 12:06 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Januar 2020 um 01:00 Uhr.

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