Eine eingestürzte Schule im Norden der Provinz Cotabato. | Bildquelle: AFP

Philippinen Mindestens sechs Tote nach Erdbeben

Stand: 29.10.2019 12:15 Uhr

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,6 hat den Süden der Philippinen erschüttert. Dabei starben mindestens sechs Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Vor knapp zwei Wochen hatte es schon einmal gebebt.

Bei einem schweren Erdbeben im Süden der Philippinen sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Mehr als 300 Menschen wurden durch das Beben der Stärke 6,6 auf der Insel Mindanao verletzt. Unter den Toten sind auch mindestens zwei Kinder. 

Das Beben erschütterte die Region um 9.04 Uhr Ortszeit (02.04 Uhr MEZ). Das Epizentrum lag in der Provinz Cotabato, knapp 1000 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. In der Stadt Magsaysay wurde ein 15-Jähriger in der Schule von herabfallenden Trümmern erschlagen. Bei einem Erdrutsch in der Stadt Arakan starb ein fünfjähriger Junge.

Zahlreiche Menschen sammeln sich vor den Bürogebäuden in der Stadt Davao, im Süden der Philippinen. | Bildquelle: AP
galerie

Zahlreiche Menschen sammeln sich vor den Bürogebäuden in der Stadt Davao, im Süden der Philippinen.

Zweites Beben innerhalb zwei Wochen

Erst vor knapp zwei Wochen hatte in derselben Region schon einmal die Erde gebebt. Damals kamen sieben Menschen ums Leben. Die Furcht vor weiteren Nachbeben ist nun groß. Vielerorts flohen Menschen in Panik aus Gebäuden. Anwohner wollten nicht mehr in ihre Häuser zurück, sondern blieben im Freien.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte der Leiter des Seismologischen Instituts Philvocs, Renato Solidum, dass es vermutlich einen Zusammenhang zwischen dem neuen Beben und dem Beben Mitte Oktober gebe. Damals wurde eine Stärke von 6,3 gemessen. 215 Menschen wurden verletzt.

Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort ereignen sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 29. Oktober 2019 um 11:15 Uhr.

Darstellung: